Johanniterorden in Oldenburg unter neuer Leitung

Stefan Greiber - Oldenburg, 19. November 2015

Helmut Hartig löst Uwe-Jens Kruse ab – Dr. Ivo Joswig ist neuer Stellvertreter

Die Subkommende Oldenburg des Johanniterordens hat eine neue Leitung (von links): Dr. Hans-Ulrich Minke, Uwe-Jens Kruse, Helmut Hartig, Kommendator Dr. Joachim von Einem und Dr. Ivo Joswig.

Mit einem festlichen Abendmahlsgottesdienst unter Leitung von Rechtsritter Landespfarrer a. D. Dr. Hans-Ulrich Minke in der St. Lamberti-Kirche hat die Subkommende Oldenburg des Johanniterordens ihren neuen Leiter in sein Amt eingeführt. Uwe-Jens Kruse hat nach mehr als neun Jahren sein Amt an seinen Stellvertreter Helmut Hartig abgegeben. Neuer stellvertretender Leiter der Subkommende Oldenburg ist Dr. Ivo Joswig. „Sie haben ein Zeichen gesetzt und zahlreiche neue, junge Mitglieder an den Orden herangeführt“, lobte der Regierende Kommendator der Hannoverschen Genossenschaft des Johanniterordens, Dr. Joachim von Einem, das Wirken von Uwe-Jens Kruse. Die Subkommende Oldenburg sei eine der aktivsten bundesweit. „Ich bekomme die Protokolle und muss immer wieder staunen, was Sie hier alles bewegen.“

Das bestätigt auch der neue Subkommendeleiter. „Ich baue hier auf eine großartige Arbeit von Uwe-Jens Kruse auf und möchte das gerne fortführen“, sagte Helmut Hartig. Der 62-jährige Ehrenritter ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des Johanniterordens. Hartig ist von Beruf Rechtsanwalt, glücklich verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Mit der Oldenburger St. Lamberti-Kirche verbindet ihn eine ganz besondere Geschichte. „Ich wurde hier getauft, konfirmiert und getraut. Und jetzt wurde mir hier ein Amt übertragen, auf das ich ganz besonders stolz bin“, sagte er. Für den Richter am Oberlandesgericht Joswig ist die stellvertretende Leitung der Subkommende nicht das erste Amt bei den Johannitern. Bereits seit vielen Jahren ist er Mitglied des Vorstands der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Oldenburg und hat bereits in vielen Projekten mitgewirkt. Der 47-Jährige hat zusammen mit seiner Frau zwei Kinder und ist seit 2002 Mitglied des Johanniterordens.

Uwe-Jens Kruse nahm die Dankesworte zu seinem Abschied sichtlich bewegt entgegen. „Wenn man 75 wird, ist das ein guter Anlass, diesen Schritt zu gehen und die Verantwortung in jüngere Hände zu legen“, sagte er. Unter seiner Leitung hat der Orden in Oldenburg heute 40 Mitglieder. Dabei sei für ihn die Zahl nie entscheidend gewesen. „Wir sind lieber wenige, die engagiert sind, als viele, die nur die Hände in den Schoß legen“, betonte er. Bei der Auswahl neuer Mitglieder habe er immer sehr viel Wert auf den diakonischen Einsatz gelegt. Aber auch wenn er sein Amt jetzt abgegeben hat, bleibt er aktiv. „Ich werde mich auch weiterhin im Johannitersinne engagieren“, versprach Uwe-Jens Kruse zum Abschied.