Weihnachten für alle bleibt ein großer Wunsch

Stefan Greiber - Oldenburg, 16. Dezember 2017

Eng war es in den vergangenen Wochen im Kundenservicecenter der Johanniter (von links): Frank Komrowski, vom ASD Janina Rux, Jennifer Fabbi, Susanne Jähnert, Nora Behrens, Insa Ihmels-Brink und Mehmet Avcu sowie Anke Siemers.

„Weihnachten für alle“ stand auf dem Wunschzettel eines Kindes, das sich an der Aktion „Kleine Wünsche“ der Johanniter-Unfall-Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Oldenburg beteiligt hat. „Es wünschte sich, dass jedes Kind ein Geschenk bekommen“, erzählte Anke Siemers von den Johannitern, die die Aktion gemeinsam mit Frank Komrowski organisiert hat. 582 weihnachtlich verpackte Geschenke in einem Gesamtwert von rund 12.000 Euro konnten die Johanniter den Teams des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) der Stadt überreichen. Die Teams bringen die Geschenke jetzt in die Familien zu den Kindern, die die Wunschzettel ausgefüllt haben.

Auffällig war in diesem Jahr, dass sich viele Kinder Sachen für die Schule gewünscht haben. Federmappen mit besonderen Motiven, Rucksäcke, Stifte und vieles mehr standen auf den Wunschzetteln. „Das sind Dinge, die in den von uns betreuten Haushalten oft fehlen“, sagte Susanne Jähnert vom ASD. Bei den „Kleinen Wünschen“ füllen die Kinder in den vom ASD ausgewählten Familien die Wunschzettel aus, die Johanniter suchen dann für jeden Wunsch einen Paten, der das Geschenk kauft, weihnachtlich verpackt und bei den Johanniter abgibt. Die Wünsche dürfen bis 15 Euro kosten. „Viele erfüllen aber den Erst- und Zweitwunsch und packen zusätzlich Schokolade und vieles mehr ein“, berichtet Frank Komrowski, der die Aktion „Kleine Wünsche“ vor acht Jahren ins Leben gerufen hat.

Anke Siemers lobt ausdrücklich die Hilfsbereitschaft der Menschen in Oldenburg. Es gab mehr Nachfragen als Wunschzettel, viele haben sich bereits für nächstes Jahr als Wunschpate registrieren lassen. „Es ist toll zu sehen, dass die Hilfsbereitschaft so groß ist“, sagte Siemers. Die meisten Spender kommen aus Oldenburg, aber auch aus Berlin und sogar aus den Niederlanden. Es beteiligen sich auch Unternehmen, die teilweise selber Wunschzettel übernehmen oder sie an interessierte Mitarbeiter weiterreichen.