Frank Lilienthal und Blissi bestehen Prüfung

Osnabrück, 24. Oktober 2017

Frank Lilienthal von der Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe in Osnabrück hat mit seiner Bordercollie-Hündin Blissi die Prüfung „Flächensuche“ bestanden. Als geprüftes Rettungshundeteam dürfen die beiden jetzt in den Einsatz gehen, etwa bei der Suche nach vermissten Personen. Bei der bundesweiten zentralen Rettungshundeprüfung nahmen insgesamt 37 Teams aus ganz Deutschland von Sylt über Berlin bis München teil. 24 haben bestanden. Sie alle erhielten die Zertifizierung auf Basis der Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (GemPPO). Diese lässt die Teams zu Rettungseinsätzen zu.

Nach der theoretischen Prüfung mit Fragen zu Einsatztaktik, Erster Hilfe an Mensch und Tier, Wetterkunde, Karte und Kompass folgte der Verweistest. Hierbei müssen die Hunde ihren Hundeführern anzeigen, dass sie einen Menschen aufgespürt hatten. Dabei dürfen sie dem Vermissten nicht zu nahe kommen oder belästigen, denn im Einsatzfall muss gewährleistet sein, dass die Hunde einen möglicherweise schwer verletzten oder verängstigten Menschen nicht bedrängen. Aufgabe des Hundeführers ist die schnelle und korrekte Erstversorgung der aufgefundenen Person. Beim nachfolgenden Gehorsamkeitstest kommt es auf das gute Zusammenspiel der Teams an. Geprüft wurde unter anderem, ob der Rettungshund auf Kommandos korrekt reagiert und seinem Hundeführer auch ohne Leine folgt. Nach Bestehen dieser Teilprüfungen stand für die Flächensuchhunde die Suche in einem etwa 30 000 Quadratmeter großen Waldgelände an. Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, zwei versteckte Verletztendarsteller zu finden. „Die Ergebnisse der Flächensuche sind für diese sehr anspruchsvollen Prüfungen mehr als zufriedenstellend", sagte Katrin Seizer, Staffelleiterin der Johanniter-Rettungshundestaffel Holzminden.