Neueste Technologien und die Johanniter

Stefan Greiber - Berlin/Berne, 02. September 2012

Alexander Jüptner und Anna Heindorf am Telekom-Stand auf der ifa

Vernetzt Denken ist schon seit einiger Zeit ein weit verbreiteter Begriff in Forschung und Wissenschaft, zunehmend auch in der Wirtschaft. Jetzt sollen auch die eigenen vier Wände lernen, vernetzt zu denken. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin (ifa) stellten die Telekom Innovation Laboratories das Projekt QIVICON vor, eine „Heimvernetzungs-Plattform für die Verbindung von Energie und Leben“. Ziel ist, durch eine intelligente Steuerung von Heizung, Licht und Belüftung das Leben angenehmer zu machen und gleichzeitig Energie zu sparen. Ebenfalls in QIVICON integriert ist eine Applikation, mit der vor allem ältere Menschen soziale Dienstleistungen bestellen und im Notfall einen Alarm auslösen können. Partner hier ist die Johanniter-Unfall-Hilfe.

„Wir bringen unsere Erfahrung im Umgang mit dem Menschen in dieses Projekt ein“, erklärt Alexander Jüptner, Dienststellenleiter der Johanniter im Ortsverband Stedingen und Projektbeauftragter für AAL (Ambient Assisted Living) bei den Johannitern. Gemeinsam mit Anna Heindorf stellte er auf dem Stand der Telekom den Teil der Johanniter an QIVICON vor. Gehirn der Heimvernetzungs-Plattform ist eine Box, die sämtliche Geräte über intelligente Schalter steuert. Über ein Smartphone oder ein Tablet-PC kann via Internet eine Verbindung zu der Box aufgebaut werden, über die dann Befehle an handelsübliche Haushaltsgeräte, Fenster, Türen, die Beleuchtung oder an Sicherheitseinrichtungen gegeben werden kann. „Sogar Omas Stehlampe kann angeschlossen werden“, erklärt Jüptner.

Doch Jüptner und Heindorf hielten sich nicht nur auf dem Telekom-Stand auf. „Wir haben viele sehr interessante Gespräche geführt und Kontakte geknüpft“, erzählt Anna Heindorf. Diese werden bei weiterführenden Treffen im Anschluss an die Funkausstellung intensiviert. Ziel ist, die Johanniter-Unfall-Hilfe als zuverlässigen Partner mit engen Kontakten zur Zielgruppe der neuen, das Leben unterstützenden Technologien bekannt zu machen und Anregungen für weitere Entwicklungen zu geben. „Wir sorgen dafür, dass nicht die Technik, sondern immer der Mensch im Mittelpunkt steht“, betont Heindorf.