Nach drei Monaten schon 25 Familien in der Betreuung

Stefan Greiber - Brake, 19. Oktober 2016

Eine positive Bilanz für das ambulanten Integrationsdienstes haben jetzt nach den ersten drei Monaten die Johanniter gezogen. „Die Familien freuen sich, einen festen Ansprechpartner zu haben, der sie auch in den Wohnungen aufsucht“, erklärt Marie-Luise Schwarz, Leiterin des Ambulanten Integrationsdienstes der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Wir haben mittlerweile 25 Familien in der Betreuung." Das Projekt ist am 1. Juli gestartet, Hauptförderer sind das Jugendamt des Landkreises Wesermarsch sowie das Land Niedersachsen im Rahmen seiner Richtlinie „Gut ankommen in Niedersachsen“. Integrationshelferin Susanne Woltjen betreut Schutzsuchende im Süden des Landkreises, ihr Kollege Jascha Trinks im Norden. Ziel ist, jungen geflüchteten Familien die Integration zu erleichtern, Wege aufzuzeigen und die Kultur Deutschlands näher zu bringen. Die Integrationshelfer nehmen darüber hinaus an Integrationscafés teil und widmen sich den Fragen und Problemen der Familien. So konnten mit der Hilfe des ambulanten Integrationsdienstes Kinder im Kindergarten oder in Spielgruppen angemeldet werden.

Aus dem Dialog mit den Familien ist auch eine Vortragsreihe entstanden. Susanne Woltjen hat bereits im Gemeindehaus in Ovelgönne vor 17 Frauen und ihren Kindern einen Vortrag über „Die Rolle der Frau“ gehalten. Woltjen: „Wir haben dabei die komplette Bandbreite mit Themen wie Emanzipation, Arbeitsleben, Hochzeitstraditionen in Deutschland, das Verhalten von Frauen in der Öffentlichkeit, die Rolle der Mutter oder auch Möglichkeiten des Schutzes für Frauen thematisiert." Am 20. Oktober hält Jascha Trinks  im Gemeindehaus in Ovelgönne einen Vortrag über die „Rolle des Mannes in Deutschland“. Beginn ist um 16:00 Uhr. Aber auch der Dialog mit anderen in diesem Bereich engagierten Organisationen und Verbänden verlaufe gut, betont Marie-Luise Schwarz. Gemeinden, Kirchen, Kindergärten, Hebammen und andere hatten den Integrationshelfern Kontakte zu den Familien vermittelt, das Angebot steht aber allen Flüchtlingsfamilien mit jungen Kindern im Landkreis Wesermarsch zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es bei Marie-Luise Schwarz unter Telefon 04401 8539783.