Kartoffelsuppe und Rettungsübung ziehen viele Zuschauer an

Stefan Greiber - Wiesmoor, 25. Juni 2017

Ein bisschen göttlicher Segen ist manchmal ganz hilfreich. Diana Borchelt, Ortsbeauftragte des Ortsverbands Wiesmoor der Johanniter-Unfall-Hilfe, ist glücklich. Obwohl fast den gesamten Sonntag Regenwolken über die Dienststelle an der Oldenburger Straße in Wiesmoor zogen und es morgens kräftig gegossen hatte, blieb es über Tag trocken. Die „Mission Bevölkerungsschutz“ des Landesverbands Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe hatte in Wiesmoor Station gemacht und stellte unter dem Motto „Helden bitte melden“ das ehrenamtliche Engagement der Johanniter im Bevölkerungsschutz vor. Begonnen hatte der Tag in der Wiesmoorer Friedenskirche unter dem gleichen Motto mit einem Gottesdienst zum Johannestag, dem Geburtstag des Namenspatrons der Johanniter, Johannes der Täufer. Damit war verbunden der Wunsch nach einem Ende des Regens. Er wurde erhört, und so fanden mehr als 1000 Besucher ihren Weg zu den Johannitern.

Besonders groß war der Andrang zu Mittag, als der Feldküchentrupp der Wiesmoorer Johanniter Kartoffelsuppe ausgab. Mehr als 400 Portionen verteilte der Trupp um Zugführer Kersten Dluzak. Getränke gab es in einer Saftbar, in der auch alkoholfreie Cocktails gemixt wurden. In der Cafeteria wurden mehr als 700 Stücke selbstgebackene Kuchen und Torten verspeist - alles kostenlos. „Das ist unser Dank an die Menschen in Wiesmoor, die uns seit vielen Jahren ganz toll unterstützen“, betont Borchelt. Kuchen und Torten wurden von den ehrenamtlichen Helfern, Freunden und Verwandten sowie den Mitgliedern der Subkommende Ostfriesland-Wilhelmshaven des Johanniterordens gebacken und gespendet. Was übrig blieb, gaben die Johanniter an die Oldenburger Tafel weiter. Ebenfalls sehr gut besucht war die Rettungsübung mit der Freiwilligen Feuerwehr Wiesmoor, bei der zwei junge Frauen aus einem verunglückten Auto gerettet werden mussten. Die Johanniter-Motorradstaffel aus Ahlhorn, der Gerätewagen Sanität aus Wilhelmshaven und das Spielmobil mit Bobbycar-Parcours und großer Hüpfburg rundeten den Tag ab. 

Zuvor hatte Pastor Stefan Wolf, Ortsverbandspfarrer der Wiesmoorer Johanniter und Pastor der Friedensgemeinde, in seiner Predigt über Helden gesprochen. „Geschichten über Helden gibt es seit Menschengedenken. Es scheint eine Sehnsucht der Menschen nach Helden zu geben.“ Jeder wäre gerne mal ein Held und möchte etwas Großartiges leisten, einmal im Mittelpunkt stehen. „Auch in der Bibel gibt es viele Helden, aber im Gegensatz zu den gottgleichen Helden der griechischen Antike sind es bescheidene, unscheinbare Menschen, die zufällig zu Helden werden“, sagte Wolf. Held sein heiße nicht, sich immer durchzusetzen, sondern sich auch mal zurück zu nehmen.