Bundespräsident lädt Jurij Ils zum Bürgerfest ein

Stefan Greiber - Wittmund/Berlin, 29. August 2012

Leiter des Sozialen Lernstudios der Johanniter in Wittmund stellt Arbeit vor

Rund um die Uhr im Einsatz für Kinder und Jugendliche: Jurij Ils erhielt jetzt eine Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck.

Kaum drei Wochen nach dem Sommerfest im Bundesinnenministerium hat Jurij Ils, Leiter des Sozialen Lernstudios der Johanniter-Unfall-Hilfe in Wittmund, erneut eine Einladung in die Bundeshauptstadt bekommen. Dieses Mal von noch höherer Stelle. Bundespräsident Joachim Gauck hat Ils eine Einladung zum Bürgerfest am Sonnabend, 8. September, im Park von Schloss Bellevue zugesandt. Grund sind die besonderen Verdienste von Jurij Ils bei der Integration von Kindern und Jugendlichen. „Unsere Arbeit ist nur dank der Unterstützung vieler Menschen möglich“, sagt Ils. „Ich möchte dem Bundespräsidenten das Soziale Lernstudio stellvertretend für unsere Förderer, aber auch für unsere aktiven Helfer, unsere Unterstützer sowie natürlich für unsere Kinder und Jugendlichen vorstellen.“

Ils freut sich nicht nur auf die Begegnung mit dem Bundespräsidenten, sondern auch auf die Gespräche mit den anderen geladenen Gästen. „Dort werden viele sehr interessante Menschen sein, und ich hoffe auf zahlreiche Anregungen für unsere Aktivitäten hier im Sozialen Lernstudio der Johanniter in Wittmund“, sagt er. Das Soziale Lernstudio wurde 2007 gegründet und betreut inzwischen mehr als 200 Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund oder körperlichen Einschränkungen in vielen verschiedenen Projekten. Ziel ist vor allem die Förderung der Eigenverantwortung, der Toleranz und der demokratischen Denkweise sowie die soziale und berufliche Integration. Dabei soll die persönliche Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen verbessert werden. Inzwischen hat das Soziale Lernstudio zahlreiche Preise für herausragende Leistungen in den Bereichen Integration und Förderung von jungen Menschen verliehen bekommen. Finanziert wird das Soziale Lernstudio vor allem aus Spenden und mit Förderbeiträgen von Mitgliedern der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Mit der Ausrichtung des Bürgerfestes geht Bundespräsident Joachim Gauck ganz neue Wege. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger will er vollständig auf Sponsoren aus der Wirtschaft verzichten und damit auch mit der Berliner Feierkultur brechen, wie das Magazin „Der Spiegel“ die Treffen von Politikern und Vertretern aus der Wirtschaft genannt hat. Gauck schaffte das Sommerfest im Park seines Berliner Amtssitzes ab und lädt stattdessen Bürger ein, die sich mit herausragenden Leistungen um Staat und Land verdient gemacht haben.