Generationsübergreifend mit Nadel und Faden

Stefan Greiber - Wittmund, 06. August 2014

Johanniter richten Nähstube für Senioren und Jugendliche ein

Botschafter Arno van Hulle übergab Hanna Mienits den Scheck für die „Nähstube“. Gerda Freese, Sozialpädagogin Elli Weiser und Margret Holzke vom Seniorenbeirat freuen sich (von links).

Ein weiteres generationsübergreifendes Projekt startet der Ortsverband Wittmund der Johanniter-Unfall-Hilfe in seiner offenen Jugendarbeit. In der „Nähstube“ können Jung und Alt gemeinsam Handarbeiten mit Nadel und Faden herstellen. Los geht es am Donnerstag, 25. September, um 14:30 Uhr in der Dienststelle der Johanniter in Haus Finkenburg an der Finkenburgstraße 1 in Wittmund. Danach öffnet die „Nähstube“ zunächst immer am letzten Donnerstag im Monat. Anmeldungen sind möglich unter Telefon 04462 206175 oder per Mail unter wittmund@johanniter.de. Unterstützt wird die „Nähstube“ von der Town & Country-Stiftung. Arno van Hulle, Botschafter der Town & Country-Stiftung und Geschäftsführer der Firma PSB Preiswert Schnell Bauen GmbH aus Ibbenbüren, überreichte zum Start einen Scheck über 500 Euro.


„Wir wollen mit einfachen Techniken für das Nähen mit der Hand starten“, sagt Hauswirtschaftsmeisterin und Leiterin der „Nähstube“, Hanna Mienits. Dabei soll es nicht beim Nähen bleiben. Auch Stricken und Häkeln werden geschult. Zudem stehen für Interessierte sechs elektrische Nähmaschinen zur Verfügung. „Jeder soll das machen, wozu er oder sie Lust hat und was ihnen ganz besonders liegt“, betont Hanna Mienits. Der Spaß stehe im Vordergrund. Dabei sollen die Älteren die Jüngeren anleiten und beide sich gegenseitig motivieren. Margret Holzke, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Wittmund, freut sich über das Projekt. „Es gibt so viel Wissen bei den Senioren. Es wäre schade, wenn das verloren ginge“, sagt sie. Die „Nähstube“ soll helfen, das Wissen und die Fertigkeiten zu bewahren.


Das Geld von der Town & Country-Stiftung ist für die Anschaffung von Materialien wie Stoffe und ähnliches bestimmt. „An diesem Projekt fasziniert uns, dass junge Menschen zu Aktivitäten angeregt werden, bei denen sie mit ihren eigenen Händen arbeiten“, sagt Botschafter Arno van Hulle. So sollen Heranwachsende an die Gemeinschaft herangeführt werden und gleichzeitig ihre handwerklichen Fähigkeiten schulen. Als Bauunternehmer stelle er häufiger fest, dass viele junge Leute die Arbeit mit den eigenen Händen nicht mehr gewohnt sind. „Wollen wir den Fachkräftemangel in Deutschland begegnen, müssen wir unsere Kinder anregen, mit ihren Händen zu arbeiten“, erklärt er.


Town & Country ist ein Unternehmen, das mit mehr als 320 Franchise- und Lizenzpartnern über 30 Typenhäuser anbietet, die in Systembauweise in mehreren hundert Varianten errichtet werden können. Die Stiftung wurde 1997 gegründet und unterstützt unverschuldet in Not geratene Bauherren und Hauseigentümer, zum Beispiel, wenn aufgrund von Erkrankung, plötzlicher Arbeitslosigkeit oder Tod des Einzelverdieners Projekte nicht beendet werden können. Zusätzlich schreibt die Town & Country den Stiftungspreis für besonders förderungswürdige Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit aus, über deren Vergabe die Botschafter entscheiden.

Anmeldungen unter Ortsverband Wittmund

Finkenburgstraße 1
26409 Wittmund