Johanniter evakuieren nach Bombenfund

Hamburg, 20. September 2013

Am Freitagmorgen, 20. September, klingelten bei vielen ehrenamtlichen Johannitern morgens die Melder. Ein 1000 Pfund schwerer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde bei einem Tauchgang in einem gefluteten Schacht einer Baustelle an der Eckermannstraße in Hamburg-Wilhelmsburg entdeckt. Rund 4800 Einwohner und unter anderem 13 öffentliche Einrichtungen, darunter Kindertagesstätten, Schulen und ein Seniorenheim, mussten evakuiert werden. 

 

Bei der Bombenevakuierung wurde zum ersten Mal der sogenannte Patiententransportzug alarmiert. In diesem neuen Hamburger Katastrophenschutzkonzept stellen die Hilfsorganisationen Rettungskräfte und Einsatzfahrzeuge für die Beförderung, Versorgung und Betreuung einer Vielzahl von Menschen bei Großschadenslagen. Umgehend bildeten Helfer der Johanniter einen Führungs- und Erkundungstrupp, um den Einsatz vorzubereiten. Ab 13 Uhr transportierten die ehrenamtlichen Helfer die Anwohner und Bewohner eines Seniorenheims, die nicht mehr mobil waren oder medizinisch betreut werden mussten, in die Notunterkunft an der Dratelnstraße und nahe gelegene Krankenhäuser. Kurz nach 19 Uhr kam die Entwarnung vom Sprengmeister: Die Bombe konnte entschärft und die Anwohner in ihre Häuser zurück gebracht werden

 

"Wir zählen über 70 Transporte und können als Johanniter sehr zufrieden mit dem ersten Einsatz des Patiententransportzuges sein. Polizei und Feuerwehr lobten den reibungslosen Ablauf und die Umsetzung der neuen Strukturen", fasst Dirk Willmann, Leiter des Führungstrupps, zusammen. Um noch besser für den Ernstfall gerüstet zu sein, ging es einen Tag später gleich zu einer Großübung im Landkreis Harburg.

Ansprechpartnerin: Maria Bönisch

Helbingstraße 47
22047 Hamburg