Pastoren besuchen Flüchtlingsunterkunft in Hamburg

Hamburg, 25. Mai 2016

Johanniter halten Vortrag zu belastenden Situationen in der Flüchtlingsarbeit

Dr. Karsten Christoph Lindenstromberg (l.), Einrichtungsleiter Martin Späth (r.) und Pastor Götz-Volkmar Neitzel (2.v.r.) im Gespräch mit den Besuchern.

Sechs Pastorinnen und Pastoren aus Niedersachsen haben sich im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung am 25. Mai 2016 über die Flüchtlingsarbeit bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. informiert. Dazu besuchte die Gruppe unter Leitung von Pastor Sven Kahrs von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sittensen die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung (ZEA) der Johanniter in Hamburg-Barmbek. Im Vordergrund des Besuchs stand das Thema "Seelsorgerische Begleitung von ehren- und hauptamtlichen Helfern in der Flüchtlingsarbeit". Von den Johannitern versprachen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Anregungen für die Arbeit in der eigenen Gemeinde.

Einrichtungsleiter Martin Späth führte die Gruppe durch die Unterkunft und berichtete eindrücklich vom Alltag in der Flüchtlingsarbeit und den Herausforderungen, vor denen die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen. Im anschließenden Gespräch erläuterten Johanniter-Landespfarrer Götz-Volkmar Neitzel und Traumatherapeut Dr. Karsten Christoph Lindenstromberg das Konzept der Johanniter für den Umgang der Helfer mit belastenden Situationen. Neitzel engagiert sich in der Einsatznachsorge im Regionalverband Hamburg, Lindenstromberg ist unter anderem Medizinischer Berater der Johanniter-Soforthilfe und Trainer für die Einsatznachsorge an der Johanniter-Akademie. Die Besucher, selbst in der Notfallseelsorge aktiv, konnten von den praktischen Erfahrungen der Johanniter profitieren und stellten zahlreiche Fragen.