Ungarn-Hilfe

Wie viele Hilfsprojekte so entstand auch die Ungarn-Hilfe der Hamburger Johanniter durch persönliche Kontakte von ehrenamtlichen Helfern zu Menschen in der Hilfsregion. Die Kontakte der Johanniter in und um Hamburg nach Ungarn und die Hilfaktivitäten für diese Region sind vielfältig. Jährlich gehen Hilfsgüter-Transporte mit Spenden, die in der Region Hamburg gesammelt wurden, in die ungarische Stadt Mátészalka, darunter Bekleidung, Hausrat, Sanitätsbedarf, Ausstattung für Schulen, Krankenhäuser oder gemeinnützige Einrichtungen. Zur Entladung wird regelmäßig das örtliche Krankenhaus in Mátészalka angefahren. Gottfried Müller-Lotze, ehrenamtlicher Helfer der Hamburger Auslandshilfe, engagiert sich seit vielen Jahren für bedürftige Gemeinden in Ungarn. Auf ungarischer Seite werden Hilfsaktivitäten des Projektes durch die Ansprechpartnerin Frau Dr. Piroska Toth unterstützt.

 

 

Hilfsgüter für Überschwemmungsgebiet im nordöstlichen Ungarn

 

Ein privater Hilferuf aus dem im Nordosten von Ungarn gelegenen Onod erreichte Gottfried Müller-Lotze Ende Mai 2010. Extreme Regenfälle hatten, wie auch in Polen und Teilen von Brandenburg, zu starken Überschwemmungen
geführt. Besonders die Wassermassen aus den Karpaten hatten die drei großen Flüsse der Region über die Ufer treten lassen. Häuser standen bis zu 1,5 m unter Wasser. Nicht nur der Verlust des Hausrates macht der überwiegend landwirtschaftlich geprägten und strukturschwachen Region zu schaffen. Besonders hart trifft die Menschen vor Ort der Verlust der Ernte. Schon zwei Wochen nach dem Hilferuf konnte Torsten Brumm einen LKW mit 10,3 Tonnen neuer und gebrauchter Kleidung sowie Schuhen vom Hof des Auslandszentrums in Richtung Ungarn steuern. Der gelernte LKW-Fahrer, der sich ebenfalls seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Helfer engagiert, berichtete, dass ihn die Menschen in Onod schon erwarteten und sogleich mit dem Entladen begannen. An insgesamt 23 Dörfer konnten die Hilfsgüter verteilt werden. Für die hilfsbedürftigen Menschen ist die Spende aus Hamburg mehr als nur ein Zeichen der Hoffnung. Die große Resonanz innerhalb der ungarischen Bevölkerung und Administration in der Region zeigte sich auch in der Medienpräsenz vorort. Neben der schreibenden Presse berichtete auch der ungarische Fernsehsender Miscolc TV in seinen Lokalnachrichten über die Ankunft des Johanniter Hilfsgütertransportes am 17. Juni 2010 in Onod.