Katastrophenschutzübung in der Asklepios Klinik Harburg

Hamburg, 04. Dezember 2008

Viermal im Jahr führt die Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Krankenhausübungen durch. Ziel ist es, den Notfallplan des Krankenhauses zu testen und sich so auf einen eventuellen Ernstfall vorzubereiten. In vertrauensvoller Zusammenarbeit unterstützen die Hamburger Johanniter die Maßnahme der Behörde seit einigen Jahren mit der Bereitstellung und Koordination von Verletzten-, Angehörigen- und Pressedarstellern sowie mit der Realistischen Unfall Darstellung (RUD).

Wie bereits beim letzten Mal übernahm Helge Timm aus dem Johanniter-Ortsverband Quickborn am 4. Dezember 2008 die Koordination der 72 beteiligten Ehrenamtlichen von JUH und anderen Hilfsorganisationen. Ebenfalls aus den Reihen der Johanniter waren Oliver Neumann und Karin Agor, die in enger Zusammenarbeit mit der Behörde, die Koordination des Bereitstellungsraumes übernahmen.

Diesmal stand die Asklepios Klinik Harburg (AK Harburg) im Süden von Hamburg auf dem Prüfstand. Um 18:40 Uhr erreichte das Krankenhaus die Nachricht, dass ein Reisebus auf der Autobahn verunglückt sei. Ungefähr 50 Personen wären schwer bis mittelschwer verletzt. Die anwesenden Kinder wurden bereits in das nahe gelegene Kinderkrankenhaus gebracht, die verletzten Erwachsenen befänden sich auf dem Weg in die Klinik.

Als Bereitstellungsraum hatte das Heisenberg-Gymnasium in Harburg seine Aula zur Verfügung gestellt. Bereits um 16:30 Uhr trafen sich Darsteller und Helfer in den Räumlichkeiten der Schule, die sich in unmittelbarer Nähe zum AK Harburg befindet.

Nach der allgemeinen Einweisung, wurden die Verletztendarsteller entsprechend dem Unfallszenario geschminkt. Für die vier Schminkern der JUH galt es, verschiedenste Schürf- und Schnittwunden mit Theaterblut und diverse Traumata zu schminken. Selja Dal Maso aus dem Ortsverband Hamburg Mitte versorgte die Verletzungen wie in der rettungsdienstlichen Erstversorgung üblich, um den Angestellten des Krankenhauses ein möglichst realistisches Szenario bieten zu können.

20 Minuten nach Alarmierung des Krankenhauses trafen die ersten Verletzten ein. Auch Angehörige- und Pressedarsteller erreichten nacheinander ihr Ziel, so dass die Klinikmitarbeiter von allen Seiten beansprucht wurden. Um 21:00 Uhr wurde die Übung offiziell für beendet erklärt. Michael Kerber, Katastrophenschutzreferent der Behörde, bedankte sich für die Unterstützung bei den Johannitern und den anderen beteiligten Organisationen.

Helge Timm freut sich über das Engagement der Ehrenamtlichen: „Ohne die vielen ehrenamtlichen Darsteller und die hervorragende Arbeit des RUD-Teams könnten solche Übungen nicht durchgeführt werden. Toll, dass Ehrenamtliche aller Hilfsorganisationen so gut zusammenarbeiten. Die meisten kennen sich schon von früheren Übungen, und freuen sich schon auf die Nächste.“

Pressestelle: Aleksandra Doneva

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal