Olympiade der Retter 2008

Seevetal, 20. September 2008

21 Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein waren am Samstag, den 20. September 2008, im Kreisverband Harburg zu Gast, um sich dem Kampf um den Titel "Die besten Retter Norddeutschlands" zu stellen.

 

Erstmalig nahm auch ein Team aus Polen teil. Rund 450 haupt- und ehrenamtliche Johanniter und Gäste bevölkerten das "Freilichtmuseum am Kiekeberg" und zogen die Blicke der Besucher auf sich.

 

Die ersten drei von zehn Plätzen bei den Sanitätshelfern über 16 Jahren sicherten sich der Ortsverband Kiel, der Kreisverband Harburg sowie der Ortsverband Schleswig/ Flensburg. In der Kategorie der Sanitätshelfer unter 16 Jahren gewann der Ortsverband Lübeck. Gefolgt vom Ortsverband Wedel und dem Regionalverband Hamburg.

 

Nur der Ortsverband Kiel meldete ein Team von 6-12jährigen an. Mit fast 80 Punkten hätten diese Kinder auch mit Konkurrenz in der Gruppe C ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Bei den Profis traten vier Mannschaften gegeneinander an. Ortsverband Lübeck erreichte den ersten Platz. Es folgten der Ortsverband Eutin, der Regionalverband Hamburg und der Kreisverband Harburg.

 

Wichtiger als die Platzierung war jedoch der Tag an sich. Landesvorstand Hans-Joachim Woller begrüßte die Anwesenden und wünschte allen einen fairen Wettkampf. Nach einer gemeinsamen Andacht, gehalten von Landespastor Götz-Volkmar Neitzel und einem Grußwort des stellvertretenden Harburger Landrats Norbert Böhlke begannen die Tests draußen unter freiem Himmel neben Heidschnucken und Gänsen.

 

Bei Sonnenschein bewiesen die Teilnehmer in realistisch nachgestellten Unfallsituationen an insgesamt neun Wettkampfstationen in der historischen Kulisse des Freilichtmuseums ihr Können. Neben den kleinen Ersthelfern ab sechs Jahren, traten auch Profis, wie Rettungsassistenten gegeneinander an. Je nach Alter und Qualifikation absolvierten die Teams unterschiedliche Tests. So galt es zum Beispiel einem Ertrinkungsopfer zu helfen und eine Patiententrage, auf der anstelle des Patienten ein Gefäß mit Wasser platziert war, möglichst geschickt durch einen Trageparcours zu manövrieren. Sehr eindrucksvoll waren auch die geschminkten Verletzungen, die richtig diagnostiziert und behandelt werden mussten.

 

Siegerehrung und Helferparty fanden am Abend in der "Empore" in Buchholz in der Nordheide statt. Landesvorstand Einar von Harten und Landesarzt Dr. Norbert Lins hielten die Namen der Erstplazierten so lange zurück, bis die Spannung beim Publikum fast zu greifen war. Besonders euphorisch wurde die Gastmannschaft aus Polen gefeiert, die den sechsten Platz geschafft hätte, wenn sie in die offizielle Wertung aufgenommen wäre.

 

Die anschließende Party kannte keine Grenzen und das positive Gemeinschaftsgefühl überwältigte irgendwann jeden. Die Tanzfläche füllte sich sehr schnell und gefeiert wurde bis spät in die Nacht.

Pressestelle: Aleksandra Doneva

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal