Abreise des medizinischen Einsatzteams

Berlin/Lübeck/Landkreis Harburg, 13. November 2013

Auch zwei Johanniter aus dem Norden im Katastrophengebiet der Philippinen

Fotos: Paul Hahn/Johanniter

Die Johanniter schicken ein 12-köpfiges medizinisches Einsatzteam, darunter zwei Ärzte und vier Rettungsassistenten, auf die Philippinen. Das Team ist am Mittwoch, den 13. November, nach Cebu aufgebrochen und wird von dort weiter auf die vom Taifun besonders betroffenen Inseln Leyte und Panay reisen. Aufgabe der Helfer ist es, die philippinischen Partner bei der medizinischen Versorgung vor Ort zu unterstützen.

 

Auch zwei ehrenamtliche Helfer aus dem Norden unterstützen das Soforthilfeteam: Kai Gusek, 47, aus Lübeck, wird vor Ort für die Psychosoziale Notfallversorgung des Teams zuständig sein. Als Stellvertretende Teamleitung geht Janine Marquardt, 33, aus Wistedt/Landkreis Harburg in den Einsatz.

 

Dem sogenannten Medical Emergency Response Team (MERT) der Johanniter gehören Notärzte und Rettungsassistenten sowie Logistik- und Support-Personal an. Aufgabe solcher Teams ist es, bei humanitären Soforthilfeeinsätzen die medizinische Versorgung der betroffenen Bevölkerung dort sicherzustellen, wo es nach Natur- oder anderen Katastrophen nur noch eine begrenzte medizinische Infrastruktur gibt. Die ehrenamtlichen Helfer kommen aus ganz Deutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) sowie aus Österreich.

 

Teams der lokalen Hilfsorganisation „Balay Mindanaw Foundation“, mit denen die Johanniter vor Ort zusammenarbeiten, sind seit mehreren Tagen im Katastrophengebiet unterwegs, um sich ein Bild von der Lage zu machen und medizinische Hilfe zu leisten. „Unsere Partner haben uns von entsetzlichen Verwüstungen auf Leyte und Panay berichtet. Die Stadt Tacloban ist in weiten Teilen zerstört“, beschreibt Jutta Meissner, Fachbereichsleiterin für Südostasien bei der Johanniter-Auslandshilfe, die Lage. „Insbesondere bei der medizinischen Versorgung der Überlebenden fehlt es am Nötigsten. Die Verwundeten können nur ungenügend versorgt werden, weil die meisten Krankenhäuser und Gesundheitsstationen ebenfalls zerstört sind“, so Meissner weiter.

 

Am dringendsten werden laut Meissner im Moment Nahrungsmittel, Wasser, Kleidung, Medizin, medizinisches Verbrauchsmaterial sowie Zeltplanen benötigt. Die Johanniter schicken daher auch mehrere sogenannte “Emergency Health Kits” in die Region. Die 900 kg schweren Notfallpakete enthalten u.a. Basismedikamente wie Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandmaterialien, Infusionslösungen und Wasserentkeimungstabletten. Damit lässt sich die medizinische Versorgung von rund 20.000 Menschen für die kommenden drei Monate sicherstellen. Darüber hinaus bereiten sich die Johanniter vor auf die Verteilung von Nahrungsmitteln und weiteren lebensnotwendigen Hilfsgütern (Zeltplanen, Decken, Kleidung Kochutensilien) sowie die Versorgung mit Rollstühlen von Verwundeten, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung. Mit diesen Maßnahmen sollen rund 5.000 Haushalte (ca. 26.600 Personen) erreicht werden.  

 

Die Johanniter sind Mitglied im Spendenbündnis Aktion Deutschland Hilft und rufen gemeinsam zu Spenden auf:

 

Aktion Deutschland Hilft:

Stichwort: Taifun Haiyan

Spendenkonto 10 20 30

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 205 00

 

oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de

Ihre Ansprechpartnerin für Presseanfragen: Aleksandra Doneva

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal