Zuwachs für die Schnell-Einsatz-Gruppe

Marmstorf, 11. November 2015

Zwölf neue Katastrophenschutzhelfer für den RV Harburg

Die neuen Katastrophenschutzhelfer und "alte Hasen" auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Marmstorf.

Am vergangenen Sonntag, 8. November 2015, hat die Abschlussübung der Katastrophenschutz-Grundausbildung der Johanniter des Regionalverbandes Harburg stattgefunden. Zwölf Teilnehmer aus den Ortsverbänden Seevetal, Buchholz und aus der Sanitätsgruppe Salzhausen stellten sich auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Marmstorf einem Übungsszenario und wendeten ihr gelerntes Wissen erfolgreich an.

Zuvor hatten die angehenden Katastrophenschützer an drei Tagen in 32 Unterrichtseinheiten alles Wichtige über das Thema Katastrophenschutz beigebracht bekommen. Das sogenannte Modul G1 findet einmal im Jahr an zwei Wochenenden im RV Harburg statt. Die Teilnehmer sind bereits Sanitätshelfer, nehmen aktiv an Sanitätsdiensten teil und haben nun den Wunsch, in der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des RV Harburg mitzuwirken. In der Ausbildung bekommen sie einen Einblick in die Teileinheiten des Einsatzzuges: von der Technik, über die Sanitäts- und Betreuungsgruppe, den Zugtrupp bis hin zur Verpflegung und Versorgung. Zudem werden sie mit den relevanten Gesetzen, Rechten und Pflichten vertraut gemacht. Nach der Theorie folgt die Praxis, in der das Thema Aufbau eines Behandlungsplatzes (BHP) eine wichtige Rolle spielt. "Alle diese Themen sind Grundvoraussetzungen, um in der SEG der Johanniter aktiv mitwirken zu können. Nach der Ausbildung können die Teilnehmer uns dann im Einsatz aktiv unterstützen", so Julian Jungjohann, stellvertretender Zugführer des RV Harburg.

Doch zunächst mussten die Teilnehmer am Sonntag in Marmstorf ihr Können in der Abschlussübung unter Beweis stellen. Laut dem Szenario hatte es eine Verpuffung gegeben. Daraufhin wurden die 14 Verletztendarsteller durch die Mitglieder der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet und den Johannitern übergeben. Durch die SEG war bereits ein Behandlungsplatz eingerichtet worden, sodass die "Verletzten" in Zelten versorgt werden konnten. Um nicht ganz auf sich allein gestellt zu sein, wurden die neuen Katastrophenschutzhelfer tatkräftig von zehn "alten Hasen" der Johanniter unterstützt.

Julian Jungjohann zieht eine positive Bilanz des Lehrgangs und der Übung: "Wir freuen uns, dass wir zwölf neue, motivierte Helfer ausbilden konnten. Nun müssen sie sich entscheiden, ob sie der Sanitätseinheit oder der Technik angehören wollen, damit sie dort an regelmäßigen Fortbildungen teilnehmen und wir uns im Einsatz auf sie verlassen können."

 

Text: Lena Meier