Pflegestärkungsgesetz II - die Johanniter informieren, was sich für Pflegebedürftige ändert

Seevetal, 18. November 2016

Infoveranstaltungen im Landkreis Harburg

Zum 1. Januar 2017 werden wichtige Neuerungen aus dem Pflegestärkungsgesetz II wirksam. Wichtigste Änderung: Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade. Doch auch die Kriterien der Bewertung der Pflegebedürftigkeit sind neu. Was ändert sich bei der Pflege zuhause – was bedeuten die Neuerungen insbesondere für pflegende Angehörige? Die Johanniter geben einen Überblick.

Pflegegrad 1 als neue Kategorie und erhöhte Leistungsbeiträge
Mit dem Pflegegrad 1 wird eine neue Kategorie eingeführt. Hierunter fallen Versicherte, die oft im geringen Maß körperlich eingeschränkt sind. Der Pflegegrad 1 ermöglicht Anspruch auf Leistungen wie Pflegeberatung in den eigenen vier Wänden, Hilfsmittel zur Pflege, sowie Zuschüsse für den barrierefreien Umbau der Wohnung oder das Wohnen in einer betreuten Wohngruppe. Verschiedene Pflegeleistungen sind nun besser kombinierbar. Zudem werden viele Leistungsbeträge zum 1. Januar 2017 nochmals erhöht.

Einheitlicher Entlastungsbetrag für alle
Ab 2017 soll es einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich geben. Er ersetzt die bisherigen Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 104 Euro für alle Pflegebedürftigen und 208 Euro für Pflegebedürftige mit einer stark ausgeprägten Demenz. Der einheitliche Entlastungsbetrag steht ambulant versorgten Pflegebedürftigen aller Pflegegrade zu und dient zur Deckung zusätzlicher Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Dazu zählen zum Beispiel Serviceleistungen rund um den Haushalt, Hilfen bei der Alltagsgestaltung oder besondere Betreuungsangebote wie die Musikgruppe für Menschen mit Demenz. Voraussetzung für die Kostenerstattung ist die Einhaltung von Qualitätsstandards: Die Leistungen müssen von Diensten erbracht werden, die staatlich anerkannt sind. Der Entlastungsbetrag kann auch für Leistungen der Tagespflege oder der Kurz­ und Verhinderungspflege verwendet werden.

Weniger Anträge und höhere Zuschüsse
Für Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Duschstühle müssen keine Anträge mehr gestellt werden, sofern der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) diese empfiehlt. Zudem sind künftig höhere Zuschüsse für Umbauten zu erwarten: Bis zu 4.000 Euro können pro Maßnahme beantragt werden.

Dienstleistungen verändern sich
Weitere Veränderungen durch das Pflegestärkungsgesetz II betreffen neben den Pflegekunden die Dienstleister: Ambulante Pflegedienste müssen neben körperbezogenen Maßnahmen und Hilfen bei der Haushaltsführung auch pflegerische Betreuung anbieten. Das Leistungsspektrum der Pflegedienste erweitert sich dadurch. Entsprechende Angebote werden zurzeit nach regionalem Bedarf erarbeitet. „Was da auf uns zukommt, ist eine wirkliche Verbesserung für die Kunden“, freut sich Minners. Welche konkreten Chancen die Gesetze mit sich bringen, erklärt die Pflege-Expertin ausführlich und individuell an folgenden Terminen:

Mo., 21.11.2016, 17:00-18:30 Uhr, Bahnhofstraße 5, 21376 Salzhausen
Mo., 05.12.2016, 17:00-18:30 Uhr, Lürader Weg 2, 21077 Marmstorf
Di., 13.12.2016, 11:00-12:30 Uhr, Wohnen mit Service Buchholz - Hamburger Straße 6, 21244 Buchholz

Um telefonische Anmeldung unter 040 769206150 oder per E-Mail an annika.stegelmann@johanniter.de wird gebeten.

Ihre Ansprechpartnerin für Presseanfragen: Aleksandra Doneva

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal