Retter auf vier Pfoten bereit für den Einsatz

Landkreis Harburg/Salzhausen, 03. Juli 2017

Rettungshundestaffel Salzhausen nimmt im August ihre Arbeit auf

Foto: Katrin Fölsch

Wenn Menschen vermisst werden, sind die vierbeinigen Spürnasen der ehrenamtlichen Johanniter-Rettungshundestaffel gefragt. Eingesetzt werden sie bei der Suche von einzelnen Personen oder im Katastrophenfall. Aus diesem Grund haben die Johanniter aus dem Ortsverband Salzhausen zu Beginn des Jahres 2017 eine Rettungshundestaffel gegründet. In der Zwischenzeit verfügt die Staffel über einen polizeilich geprüften Mantrailer und einen geprüften Flächensuchhund. Weitere Teams befinden sich aktuell in der Ausbildung. Ziel der zukünftigen Arbeit der Rettungshundestaffel Salzhausen ist es, Mantrailer und Flächensuchhunde so auszubilden, dass die unterschiedlichen Teams im Einsatz möglichst effizient zusammenarbeiten können. Während die Mantrailer-Spürhunde die Richtung „sichtbar“ machen, in die sich die Person begeben hat, arbeiten die Flächensuchhunde parallel große Flächen auf der Suche nach Vermissten innerhalb kürzester Zeit sicher ab. Die Rettungshundestaffel Salzhausen übernimmt die Aufgabe, überwiegend im Landkreis Harburg, nach sogenannten „abgängigen Personen“ zu suchen. Die Einsätze sind vielfältig: Oftmals wird nach verirrten Kindern, Suizidgefährdeten, an Demenz erkrankten Senioren und anderen vermissten Personen gesucht.

"Die Rettungshundearbeit ist primär eine ehrenamtliche Hilfs- und Rettungstätigkeit und kein Hundesport, um das Tier zu beschäftigen", sagt Anja Lütchens, Leiterin der Staffel. "Der Rettungshundeführer muss sowohl körperlich als auch geistig fit sein und darüber hinaus ein hohes Verantwortungsbewusstsein für seine Arbeit mitbringen!", so Lütchens weiter.

Einmal wöchentlich trainieren die Helfer zusammen mit ihren Hunden die Suche nach Vermissten, den Umgang mit Gerüchen, Wind und Gelände und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Teams. Hinzu kommen regelmäßige theoretische Ausbildungsabende zu den Bereichen Kompass- und Kartenkunde, Kynologie, Erste Hilfe am Hund, Sprechfunk, Einsatztaktik, Unfallverhütung und eine Sanitätshelferausbildung. Wenn alle Voraussetzungen für die Vierbeiner erfüllt sind, absolvieren die Teams in der Regel nach einer etwa zweijährigen Ausbildung die Rettungshundeprüfung. An einem Ehrenamt Interessierte sind herzlich eingeladen, die Johanniter-Rettungshundestaffel kennenzulernen.

„Wir freuen uns über Interessenten, die bereits Erfahrung mit Hunden haben und es sich vorstellen können, unser Team zu verstärken. Der Hund sollte nicht älter als zwei Jahre, gesund, fit, menschenfreundlich und gut sozialisiert sein. Vom Hundeführer erwarten wir Erfahrung im Umgang mit Hunden, Teamgeist und den Willen zu sozialem Engagement.“, so Lütchens.

Für weitere Informationen steht Anja Lütchens, Leiterin der Johanniter-Rettungshundestaffel Salzhausen unter der Rufnummer 04172 986869, oder mobil unter 0151 12734088 zur Verfügung.

Über die Arbeit mit Rettungshunden

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen und werden über die jeweilige Leitstelle angefordert. In der Fläche ersetzt ein Hund etwa 40 bis 50 Helfer und kann in 20 Minuten bis zu 30 000 Quadratmeter absuchen. Die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Spürnasen engagieren sich ehrenamtlich und sind für ihre umfangreichen Aus- sowie Weiterbildungen auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 18 Monate aufgefrischt werden muss.

Pressestelle: Aleksandra Doneva

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal