Massenanfall von Verletzten – erfolgreiche Übung der Realistischen Unfalldarstellung

Hamburg-Langenhorn, 28. November 2017

58 Verletzte in zwei Stunden geschminkt

Einen ereignisreichen Abend erlebten die Mitarbeiter der Asklepios Klinik Nord – Heidberg in Hamburg-Langenhorn. Am Donnerstag, 23. November 2017, fand dort eine unangekündigte Krankenhausübung statt, an der Johanniter der Regionalverbände Hamburg und Harburg und die DLRG beteiligt waren. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsorganisationen und der Feuerwehr testet die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz regelmäßig die Notfallkapazitäten und Alarmpläne der Hamburger Krankenhäuser.

Flugzeug rutscht von der Landebahn

Das Szenario: Am Hamburger Helmut Schmidt Airport war es bei der Landung eines Flugzeugs zu einem Unfall gekommen. Aus unbekannter Ursache kam die Maschine bei der Landung ins Schlingern und setzte hart auf. Dabei rutschte das Flugzeug von der Landebahn und kippte um. Ein voll besetzter Bus, der sich in der Nähe befand, wurde von Trümmerteilen getroffen. Zahlreiche Bus- und Flugzeuginsassen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

58 Verletztendarsteller, 12 Angehörigendarsteller, fünf Pressedarsteller, zwölf Mimenbetreuer und 30 Helfer der Johanniter aus Hamburg und Harburg sowie 15 DLRG-Mitglieder und zehn Helfer der Berufsfeuerwehr Hamburg beteiligten sich an der Großübung. Das Krankenhauspersonal übte das Verhalten bei einem sogenannten "Massenanfall von Verletzten". In dem Szenario stellte sich die Asklepios Klinik Nord der Versorgung von Verletztendarstellern, die Pfählungs- und Schwerverletzungen aufwiesen. Das hierfür erforderliche zusätzliche ärztliche und pflegerische Personal wurde von zu Hause herbeigerufen.

Metallteile ragen aus Bauch, Rücken oder Beinen

Geschminkt wurden die täuschend echt aussehenden, blutigen Wunden im Vorfeld vom Team der Realistischen Unfalldarstellung des Regionalverbandes Harburg. Julian Jungjohann, Sarah Moerchel, Katharina Maciejewski, Laura Engelmohr und Franziska Mischke sorgten mit ihren Schminkküsten dafür, dass Metallteile aus Bauch, Rücken oder Beinen ragten oder die Verletztendarsteller blutüberströmt mit Platzwunden herumliefen.

In der von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz vorbereiteten und verantworteten Übung lag die organisatorische Leitung für den Einsatz der Darsteller beim Harburger Johanniter Julian Jungjohann. Vor Übungsbeginn trafen sich alle Beteiligten in den von der Freiwillige Feuerwehr Glashütte in Norderstedt zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Hier erhielten die Darsteller ihre genauen Instruktionen für das Spielen der unterschiedlichen Rollen und einen Zeitplan der Übung.

Medienansturm vor der Notaufnahme

Kurz nach 19 Uhr wurden die ersten Mimen, darunter etliche Schwerverletzte, gemäß Ablaufplan in der Notaufnahme eingeliefert, gesichtet und zur weiteren Versorgung in die Klinik gebracht. Vor der Notaufnahme und in anderen Krankenhausbereichen warteten außerdem die Angehörigen- und Pressedarsteller auf Informationen vom Klinikpersonal. Aufgabe der Pressedarsteller war es, den entsprechenden Medienansturm zu simulieren, um den Umgang des Klinikpersonals mit Journalisten in Krisensituationen unter die Lupe zu nehmen. Kurz nach 21 Uhr wurde die Übung offiziell beendet.

Pressestelle: Sonja Schleutker-Franke

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal