"Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Zeit sind entscheidend in der Jugendarbeit"

Harburg, 08. Januar 2018

Möchte mit dem Schulsanitätsdienst noch präsenter an den Schulen sein: Marilena Ludwig. Foto: Sonja Schleutker-Franke

Marilena Ludwig aus Buchholz ist neue Regionaljugendleiterin

Dass Marilena Ludwig zu den Johannitern kam, war purer Zufall und anfangs nicht ganz freiwillig: "Für den Führerschein hatte mich meine Mutter für einen Erste-Hilfe-Kurs bei den Johannitern angemeldet. Dazu hatte ich zunächst gar keine Lust", erzählt die 25-Jährige lachend. Doch während des Kurses habe sie von der interessanten Arbeit der Reiterstaffel erfahren. So kam es, dass die Buchholzerin wenig später eine Sanitätshelferausbildung absolvierte und mit ihrem Pferd Winnetou bei der Reiterstaffel mitmachte.

"Zehn Stunden in der Woche für die Jugend"
Freunde luden sie später ein, einmal bei der Johanniter-Jugend reinzuschnuppern. Es gefiel ihr dort so gut, dass sie sich kurz danach zur Jugendgruppenleiterin ausbilden ließ, um sich dann 2010 in die Leitung wählen zu lassen. "Es liegt mir, mit Jugendlichen zu arbeiten und im Team Dinge zu organisieren." Und zu tun gibt es bei der Johanniter-Jugend viel: Die sechs Mitglieder aus der Regionaljugendleitung treffen sich einmal im Monat. Zudem hat jeder sein spezielles Aufgabengebiet, um das er sich kümmert.

Marilena Ludwig ist gemeinsam mit Noah Richter für den Schulsanitätsdienst zuständig. Sarah Moerchel kümmert sich um Projekte, Robin Gacad leitet den monatlichen Jugendtreff, Julian Klinke ist Ansprechpartner für die Jugendgruppenleiter im Verband. "Wenn ich alles zusammenzähle, komme ich sicherlich durchschnittlich auf zehn Stunden in der Woche", so Ludwig. Auch ihr Freund Hannes Grimm ist Mitglied in der Regionaljugendleitung mit Fokus auf die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Alles unter einen Hut: Studium, Job und Ehrenamt
Ludwig studiert Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Hamburg und jobbt nebenbei in einem Ingenieurbüro. Doch eine reine Männerdomäne ist der Studiengang keineswegs mehr: "An der Uni sind rund 50 Prozent der Kommilitonen weiblich. Aber direkt auf der Baustelle gibt es tatsächlich immer noch nur wenige Frauen." Neben Studium, Job und Ehrenamt findet die Buchholzerin beim Sport Zeit für Entspannung: "Im Sommer fahre ich Rad oder gehe laufen. Was ich daran besonders schätze ist, dass ich hier zeitlich vollkommen flexibel bin."

Ludwig engagiert sich seit acht Jahren in der Johanniter-Jugend und nimmt auch bei den Jugendlichen eine zunehmende Digitalisierung wahr. Aus diesem Grund ist es ihr ein besonderes Anliegen, Veranstaltungen zu organisieren, bei denen Geselligkeit und ein direktes Miteinander im Mittelpunkt stehen.

Entscheidend: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Zeit
Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Zeit sind laut Ludwig elementare Eigenschaften, die Menschen mitbringen müssen, wenn sie sich in der Jugendarbeit engagieren wollen. "Und man sollte mit Spaß bei der Sache sein – das ist das Wichtigste."

Für die aktuelle Legislaturperiode haben sich Ludwig und ihr Team zum Ziel gesetzt, die Jugendarbeit im Verband weiter voranzubringen: "Wir möchten den Kontakt zu den bereits bestehenden Schulsanitätsdiensten intensivieren und so an den Schulen noch präsenter sein. Außerdem möchten wir die offene Jugendarbeit weiter ausbauen. Für all diese Aufgaben steht mir ein engagiertes Team zur Seite."

Als Jugendlicher kann man sich bei den Harburger Johannitern zum Beispiel im Schulsanitätsdienst oder beim monatlichen Jugendtreff engagieren. Informationen erteilt die Regionaljugendleitung per E-Mail unter jugendleitung.harburg@johanniter.de. Auch die neu gegründete Kinder- und Jugendgruppe der Johanniter in Salzhausen sucht noch Verstärkung. 


Pressestelle: Sonja Schleutker-Franke

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal