Ausbildung

Die Reiterinnen und Reiter der Sanitätsstaffel sind ausgebildete Rettungsassistenten und Rettungssanitäter, Sanitätshelfer und Ersthelfer. Für alle Mitglieder der Reiterstaffel gibt es bundesweit einheitliche verbindliche Ausbildungsrichtlinien, die den Schutz des Tieres, des Reiters und der Menschen im Umfeld immer in den Mittelpunkt stellen.

 

In regelmäßigen theoretischen Ausbildungen und praktischen Übungen wird das Zusammenspiel von Pferd und Reiter trainiert. Besonderes Augenmerk wird auf Stresssituationen gelegt, denn in einem Notfall geht es meist laut und hektisch zu. Die Pferde, die von Natur aus Fluchttiere sind, müssen auch im wildesten Tumult die Ruhe bewahren und dürfen nicht panisch weglaufen oder gar ausschlagen und somit Menschen gefährden – eine Herausforderung für die Ausbildung. Daher bekommen die Reiter auch „Hausaufgaben“ für die Pferde mit nach Hause um gezielt mit dem eigenen Pferd „Gefahrensituationen“ zu simulieren.

 

Das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter muss stimmen, dann lernen die Pferde allmählich, sich auf das Training einzulassen und lernen, gelassen auf lärmende Autos, schreiende Kinder, Feuer oder die Sirene und das Blaulicht des Rettungswagens zu reagieren. Erst dann ist es möglich, mit einem Pferd Festumzüge und musizierende Spielmannszüge zu begleiten. Lärm und flackernde Lichter fordern äußerste Konzentration von Pferd und Reiter. Damit die Pferde sich im Ernstfall nicht ablenken lassen, ist es notwendig, die Tiere langsam an diese Situationen heranzuführen. Auch Polizeipferde durchlaufen ein ähnliches Trainingsprogramm.

Bis ein Pferd zuverlässig Großveranstaltungen meistert, vergeht viel Zeit: Das Training dauert je nach "Temperament" des Tieres etwa zwölf Monate und umfasst regelmäßige Trainingseinheiten, die kontinuierlich in eigener Regie im heimatlichen Stall geübt werden müssen z.B. mit Raschelsäcken, Bällen, Luftballons, Knallen, Rascheln und ähnlichen lauten Geräuschen.

 

Im Gegensatz zu der Polizeireiterstaffel stellen die Ehrenamtlichen ihre eigenen Pferde der Reiterstaffel zur Verfügung – mit allen Risiken und Verletzungsgefahren, die damit einhergehen. Auch das Übungskonzept liegt außerhalb der Gruppentreffen meist in der Hand des einzelnen Reiters.

 

Bei der Sanitätsreiterstaffel sind unterschiedliche Reitweisen beheimatet: Es gibt Western-, Distanz-, Freizeitreiter, aber auch Turnierreiter mit Erfolgen in Dressur- und Springprüfungen.

Ihr Ansprechpartner Martina Leffrang

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg

Am Saal 2
21217 Seevetal

Die Reiterstaffel wird freundlich unterstützt von Pferdesporthaus Loesdau GmbH & Co. KG