Aktuell

Gesundheit ist ein Menschenrecht

Der Zugang zu angemessener und qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht. Deutschland hat sich völkerrechtlich verpflichtet, dieses Recht zu schützen, zu achten und umzusetzen. Doch Hunderttausend hierzulande wird dieser Zugang verwehrt. Zu den Betroffenen gehören Asylsuchende, Menschen ohne geregelten Aufenthaltstatus, Menschen ohne Krankenversicherung oder mit Beitragsschulden und EU Bürger*innen, die prekär beschäftigt sind oder Arbeit suchen. Neben gesetzlichen Hürden verhindern Sprachbarrieren und Diskriminierung eine angemessene Versorgung.
Um öffentlich gegen diesen Missstand zu protestieren gab es am 20. März 2018 eine Kundgebung vor dem Berliner Brandenburger Tor eine Kundgebung unter dem Motto "Gesundheit ist ein Menschenrecht".
Verschiedene Organisationen wie z.B. der Paritätische Wohlfahrtsverband, Diakonie Deutschland, die Deutsche AIDS Hilfe, Amnesty International, Medibüros und Medinetze fordern die Bundesregierung auf, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die diskriminierenden Hürden abzubauen und den Zugang zu Gesundheitsversorgung für alle zu gewährleisten.
Aus dem gesamten Bundesgebiet standen 10 Gesundheitsmobile (darunter auch unser Gesundheitsmobil) vor dem Brandenburger Tor. Symbolisch rissen Ärzt*innen und Patient*innen eine Mauer mit bestehenden Barrieren ein.

Weitere Infos unter: www.gesundheit-ein-menschenrecht.de


Wir starten in eine neue Förderphase

Ende 2017 lief die bisherige Förderung durch die Damp-Stiftung aus. Nun übernehmen die Lübecker Possehl-Stiftung, die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck, die Friedrich Bluhme- und Else Jebsen Stiftung sowie Boy Meesenburg, Inhaber der Firma Jacob Cement Baustoffe, einen großen Teil der Finanzierung für die kommenden drei Jahre.
Die Spender sind von unserem Projekt überzeugt: Dietmar Fröhlich, Mitglied des Vorstandes der Possehl-Stiftung, erklärt: "Das Gesundheitsmobil ist im Lübecker Gemeinwesen für viele Menschen für viele Menschen zu einem wichtigen Anlaufpunkt geworden und trägt zur Verbesserung der gesundheitlichen und sozialen Lebensqualität vieler Bürger bei. Das ehrenamtliche Engagement bei diesem Projekt ist vorbildlich. Als Possehl-Stiftung unterstützen wir diese Arbeit bereits seit 2011.
Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck ist ebenfalls seit vielen Jahren als Spender für das Gesundheitsmobil aktiv. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pötschke lobt die Menschlichkeit des Projektes:"Unsere Stiftung fördert zahlreiche und vielseitige Projekte im Bereich der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege. Vielen Menschen in unserer Stadt ist es aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich, eine Arztpraxis aufzusuchen. Deshalb freuen wir uns sehr über das Gesundheitsmobil und unterstützen das Projekt gerne erneut."
Wilken Willand, Mitglied des Vorstandes der Friedrich Bluhme- und Else Jebsen Stiftung, gefällt, dass das Projekt auf Augenhöhe arbeitet:"Das Gesundheitsmobil hilft nicht nur in akuten Notsituationen, sondern unterstützt die Hilfesuchenden auch bei der Wiedererlangung ihrer Alltagskompetenzen. Diese Ziele fördern wir gern."
Boy Meesenburg, Inhaber der Firma Jacob Cement Baustoffe, ist es wichtig, sich an den Standorten seines Unternehmens auch sozial zu engagieren:"An jedem unserer Standorte unterstütze ich im sportlichen oder sozialen Bereich. Der Kontakt zum Gesundheitsmobil hat sich durch meine Schwester ergeben, die hier ehrenamtlich aktiv ist. Sie berichtete mir von ihrem Engagement. Ich halte die Arbeit des Gesundheitsmobils für sehr sinnvoll und daher auch unterstützenswert."
Begegnungen auf Augenhöhe, Brücken Bauen ins reguläre Gesundheitssystem und den Menschen ein Stück Würde zurückzugeben sind unsere wichtigsten Anliegen. Wir freuen uns, wenn es uns gelingt, einzelne Menschen ins Gesundheitssystem zu reintegriren. Trotzdem können wir uns leider nicht vorstellen, dass das Gesundheitsmobil eines Tages überflüssig wird.