Geschichte

Die Idee

Welches Angebot gibt es für Menschen, die nicht krankenversichert sind?

Mit dieser Frage beschäftigte sich der Leiter der Gemeindediakonie Pastor Kai Gusek. Er kannte bereits Projekte wie die Mobile Hilfe in Hamburg oder das Mobilix in Berlin. Damit entstand die Idee: Wir brauchen ein Gesundheitsmobil in Lübeck.
Gusek, der auch eherenamtlicher Standortpfarrer der Johanniter in Lübeck ist, suchte Kooperationspartner und die Johanniter schlossen sich dem Projekt an. Gemeindediakonie und Johanniter sind gleichsam Träger des Gesundheitsmobils.

Die Entwicklung

Durch die Entscheidung, ein Gesundheitsmobil auf die Straße zu bringen, ergaben sich viele weitere Fragen: Wie soll das Mobil ausgestattet sein? Wo wird es halten? Wie finanziert sich das Mobil?

Die Johanniter in Lübeck verfügten über Erfahrungen im Ausbau von Sonderfahrzeugen und das Fahrgestell wurde im April 2007 von Mercedes geliefert.

Im September 2007 nahm dann das Gesundheitsmobil seine Fahrt auf. Erste Standorte wurden die Ausgabestellen der Lübecker Tafel. Dort sind Menschen, die Hilfe brauchen und annehmen. Dazu kam im März 2008, auf Empfehlung der Beratungsstelle "tea and talk", ein Platz am Krähenteich als zusätzlicher Standort.

Im November 2010 gab es den ersten Standortwechsel. Die Haltestelle im Lübecker Stadtteil Moisling vor der Familienkiste wurde aufgegeben, stattdessen steht das Gesundheitsmobil im Meesenring vor dem Bodelschwingh-Heim. Im August 2012 folgte der nächste Standortwechsel. Freitags steht das Gesundheitsmobil statt in Buntekuh am Lübecker Hauptbahnhof links vor dem Haupteingang. Seit September 2013 fahren wir dienstags eine zusätzliche Haltestelle an. Wir stehen in der Berliner Straße/Kronsforderallee vor dem alten REWE-Supermarkt. Dort ist ein Treffpunkt von einigen Klienten, die überwiegend in der AHG Klinik substituiert werden.

Derzeit gibt es 9 verschiedene Standorte an 5 Wochentagen.

Im September 2012 konnten wir mit einer großartigen Veranstaltung im Lübecker Rathaus unser fünfjähriges Jubiläum feiern. Das Projekt ist nach wie vor fast ausschließlich aus Fremdmitteln finanziert. Die ersten drei Jahre wurden von der GlücksSpirale anschubfinanziert. Derzeit finanzieren wir uns aus Stiftungs- und Spendengeldern. Einen großen Anteil trägt dabei die Damp-Stiftung.