Geschichte

Die Johanniter in Lübeck

Erste Aktivitäten der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. gab es 1963 in Lübeck.

 

Im Jahr 1964 wurde Pastor Seemann nach Lübeck an die Kirche St. Marien versetzt. Mit drei Sanitätskoffern sollte der Johanniter aus Mainz sein Glück versuchen. Zuvor war er Ortsbeauftragter des 1962 neu gegründeten Ortsverbandes Mainz der Johanniter-Unfall-Hilfe, der er drei Jahre vorher beigetreten war.

 

Die Anfänge lagen in der Ausbildung in Erster Hilfe sowie der Fortbildung interessierter Helfer zu Sanitätshelfern. In Zusammenarbeit mit der Fahrschule Steputat in Bad Schwartau wurden Kurse für Sofortmaßnahmen am Unfallort angeboten.

 

Im Gemeindehaus St. Marien wurde 1969 eine Unterkunft für die Helferschaft, die sich in Zusammenarbeit mit Ärzten der medizinischen Akademie Lübeck aufgestellt hatte, eingerichtet.

 

Es kamen dann schnell neue Aufgaben hinzu.

Die Mitarbeit im Katastrophenschutz und die Ausbildung der Helfer für diese Aufgabe gehört seit 1970 zu den Tätigkeitsfeldern der Johanniter in Lübeck. Das Gut Rösing bei Bad Segeberg diente seit 1972 über zwanzig Jahre lang als Ausbildungs- und Freizeitstätte. Der erste Sanitätszug und Verbandplatzzug wurde 1973 aufgestellt. Im Rahmen der Umstrukturierung des Katastrophenschutzes wurden auch diese Einheiten verändert. Unter der Führung von Brigitte und Jörg Richter wurden eine Sanitätsgruppe-Transport und eine Logistikgruppe etabliert.

 

Der erste Krankentransportwagen wurde 1969 angeschafft. Es war ein ausrangierter VW-Bus aus Hamburg. Einen neuen Rettungswagen bekamen die Johanniter 1972 vom Raiffeisenverband geschenkt. Die Helfer im Straßenrettungsdienst erhielten eine besondere Ausbildung. So wurde ein Lehrgang in Herz-Lungen-Wiederbelebung für jeden Helfer verbindlich vorgeschrieben. Die erste Rettungsstation wurde 1971 in Groß Sarau aufgebaut. Diese wurde 1973 an das Harmsdorfer Kreuz bei Ratzeburg verlegt. Dort konnte auch ein von der Landesregierung zur Verfügung gestellter Rettungswagen eingesetzt werden. Ein weiterer Krankentransportwagen wurde 1975 vom Rotary-Club-Lübeck gestiftet. Nach Verhandlungen mit der Berufsfeuerwehr Lübeck wurden ehrenamtliche Johanniter im selben Jahr im Raum Lübeck-Nord, mit Standort Lübeck-Kücknitz, in den kommunalen Krankentransport und den Unfallrettungsdienst eingebunden. 1978 standen bereits drei Fahrzeuge zur Verfügung.

 

Der erste große Sanitätsdienst dürfte 1973 die Betreuung der Gymnastikstunden der Arbeitsgemeinschaft "Sport nach Infarkt" gewesen sein.

Pastor Gerhard Seemann wurde 1976 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Er nahm diese Auszeichnung stellvertretend für die Helferschaft der Lübecker Johanniter entgegen, die bereits 70 junge Leute zählte. Es waren Schüler, Studenten und Angestellte, die sich abends, nachts und am Wochenende engagierten. So ist es auch noch heute.

 

Als weitere Beauftragte lösten sich Horst Mardtfeld, Hans-Heinrich Dyballa, Uwe Ramm und als Bezirksbeauftragte Hans-Georg Rieckmann und Hans-Heinrich Dyballa ab. Die ersten Geschäftsführer C.D. Olenik, F.Theunissen und H.Wischnewski waren seit 1984 für jeweils drei Jahre im Amt.

 

Ein ehemaliger Bunker in der Parade 5 dienste als Stützpunkt. Das Gebäude gehört heute zum Marienkrankenhaus.

 

In den folgenden Jahren wurden vielfältige Aufgabenbereiche wie der Behindertenfahrdienst, der ambulante Pflegedienst, der Hausnotrufdienst und die Jugendarbeit hinzugenommen.

 

Mit Wirkung vom 01. Januar 1996 ging der Kreisverband Lübeck in den Regionalverband Schleswig-Holstein Süd ein, zu dem neben Lübeck die Stadt Neumünster sowie die Kreise Stormarn und Lauenburg gehörten. 1997 entstand der Regionalverbandes Schleswig-Holstein Süd/Ost durch die Zusammenlegung mit dem Kreisverband Ostholstein. Die Umstrukturierung des Verbandes und die Erweiterung der Aufgaben vollzog sich von Mai 1992 bis Dezember 2004 unter der Führung von Siegfried Noel.

 

Lübeck ist Sitz der Regionalgeschäftsstelle. Große Teile der Verwaltung sowie die Einsatzzentrale für alle Fahrdienste des Verbandes werden von der Dienststelle Lübeck aus für den gesamten Regionalverband wahrgenommen.

OV Lübeck Dienststelle Lübeck

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Bei der Gasanstalt 12
23560 Lübeck

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