Johanniter-Jugend goes Wildwest: „Goldrausch – Gemeinsam in den Wilden Westen“

Köln, 01. Juli 2017

Wir schreiben das Jahr 2017 und im rasant gewachsenen Städtchen Johnny-West ringen Cowboys und Indianer schon lange nicht mehr um die Vorherrschaft. Vielmehr stehen die Bewohner in regelmäßigem Austausch und bringen sich gegenseitig ihr Wissen und ihre Fähigkeiten bei. Alles könnte so idyllisch sein, wäre da nicht ein Großgrundbesitzer der mit seinem Geld eine Eisenbahn quer durch Johnny-West bauen möchte. So stellen sich Cowboys und Indianer gemeinsam der Herausforderung und sammeln Johnny-Cash-Münzen, die sie zu Goldbarren schmelzen, um ihr Land freizukaufen. Am Ende gelingt es genügend Gold zu sammeln, um den Wert des Landes gewissermaßen aufzuwiegen und Johnny-West kann ungeteilt weiter bestehen.

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Hinter dieser Erzählung stehen vier Tage voller Spiel und Spaß für fast 300 aktive Johanniter-Jugendliche aus ganz NRW. Zufrieden blicken wir auf ein äußerst erfolgreiches Zeltlager zurück, das wir dieses Jahr auf einem ganz neuen Platz, im „Auenland Mulartshütte“ bei Aachen verbracht haben. Auch in diesem Jahr sind wir mit einem vielfältigen Workshopangebot für die Teilnehmer gestartet, angefangen beim Basteln von Steckenpferden, über Lassowerfen und ein ganzes Cowboydiplom bis hin zum Bau eines Marterpfahls, sogar ein Chorangebot war dabei. Den Nachmittag haben wir ruhiger angehen lassen, allerdings gab es auch dort mit einer Hüpfburg und einem Rodeo, sowie einem großen Geländespiel Angebote für Groß und Klein.
Für die Workshops und die beiden Abendprogramme konnten Münzen, das so genannte Johnny-Cash, gesammelt werden. Das verdiente Gold wurde auf einer großen Waage im Festzelt gegen das Gewicht des Großgrundbesitzers aufgewogen. Am zweiten Abend galt es allerdings zunächst ein Mal das Gold wieder einzusammeln, das Diebe entwendet hatten. Alle Einwohner von Johnny-West kamen zusammen und suchten Diebe und Gold. Die kleineren direkt auf dem Zeltplatz, die größeren in mehreren Gruppen auf einer Wanderung durch den angrenzenden Wald. Unterwegs gab es eine Menge Aufgaben zu lösen und sogar einen verletzten Dieb zu behandeln, glücklicherweise gab es genügend fachkundige Siedler.

Am Sonntag fand der Gottesdienst unter der Ägide von Landespfarrer Frank Neumann statt, bei dem wir uns speziell dem Thema Freundschaft gewidmet haben. Neben der passenden Predigt hat vor allem der tags zuvor gebildete Chor mit dem Gospelklassiker „Amazing Grace“ begeistert.
Natürlich durfte auch die Lagerolympiade nicht fehlen, bei der weiterhin das begehrte Johnny-Cash gesammelt wurde und die Teams der vielen Regional- und Kreisverbände gegeneinander antraten. Nachdem zu Beginn des Abends feststand, dass noch nicht genügend Gold gesammelt war, bewiesen alle Teilnehmer in einer spannenden und energiegeladenen Spielshow ihr Geschick und lösten die an sie gestellten Aufgaben mit so viel Bravour, dass am Ende hinreichend viel Gold zusammenkam.
Es folgte die Siegerehrung der Lagerolympiade (nochmals herzlichen Glückwunsch an die Gruppe „Powerrangers“ aus dem RV Essen) und ein spaßreicher Discoabend. Wie an den anderen Tagen auch klang der Abend am Lagerfeuer und in den Saloontipis aus, in denen das Bistroteam für beste Versorgung aller Art garantierte. So gab es neben Getränken, Süßigkeiten und Sandwiches auch ein Pianotipi mit echtem Klavier und diversen Gitarren, um die Abende musikalisch zu gestalten.

Dann war es schon Montag und die Bewohner von Johnny-West zogen wieder zurück an ihre angestammten Orte in ganz NRW, das allerdings um einige Münzen und Erinnerungen reicher. Die schönsten Momente wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten und teilen hier unsere gemeinsame Zeit auf dem Landespfingstzeltlager 2017. Wir denken immer wieder an das abenteuerreiche und begeisternde Pfingstwochenende zurück und freuen uns auf das Bundespfingstzeltlager im nächsten Jahr mit Euch!