MdL Jens Kamieth besucht ausgezeichnete Johanniter-Kita

Bergneustadt, 01. März 2018

Kita Ackerstraße in Bergneustadt zählt mit ihrer pädagogischen Arbeit zu den zehn besten Einrichtungen in Deutschland

„Hier wird gemalt, oder man kann auch mit den Perlen bunte Bilder bügeln“, erklärt Johanna. Die Fünfjährige aus der Johanniter-Kindertageseinrichtung Ackerstraße im oberbergischen Bergneustadt zeigt dem Landtagsabgeordneten Jens Kamieth (CDU) gerade das Atelier der Kita, dann geht es weiter in den Bewegungsraum. Bei der Besichtigungstour mit dabei sind neben Johanna auch der fünfjährige Simon und die beiden Sechsjährigen Emma und Selina. Und die vier Kita-Kinder verbindet eines mit dem Gast: Wie er wurden sie gewählt, um die Interessen anderer auf demokratische Weise zu vertreten. „Es beeindruckt mich, dass die Kinder in dieser Kita zum Mitbestimmen ermutigt und in ihrem Können bestärkt werden", sagte der familienpolitische Sprecher, der selbst Vater von drei Söhnen ist.

Die Johanniter-Kita Ackerstraße betreut 40 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zu ihrem Schuleintritt. Mitbestimmung und Partizipation sind ein Pfeiler der pädagogischen Arbeit: In der Kita gibt es seit Frühjahr 2014 ein Kinderparlament sowie eine Verfassung, die mit den Kindern erarbeitet worden ist. Und die gewählten Sprecher des Kinderparlaments sind derzeit eben Emma, Selina, Johanna und Simon.

Auch das in der Kita praktizierte Prinzip der offenen Gruppenarbeit ist auf Wunsch und nach den Bedürfnissen der Kinder entstanden. Dies und das in der Kita angewandte „Marte Meo“-Konzept sind auch Gründe dafür, dass die Johanniter-Kita Ackerstraße derzeit zu den zehn Finalisten beim Deutschen Kita-Preis gehört. „Bei ‚Marte Meo‘ wird das Augenmerk alleine auf das gerichtet, was das Kind kann. Diese gelungenen Momente werden benannt und damit gefördert“, hat Leiterin Anja Böddecker dem Gast das Prinzip dieser Methode beschrieben. Unter 1.200 teilnehmenden Kitas aus ganz Deutschland hat es die Johanniter-Kita unter den besten zehn geschafft – schon das ist ein riesiger Erfolg und eine große Auszeichnung der Arbeit der Erzieherinnen der Johanniter. Die Entscheidung über die endgültige Platzierung fällt im März.

Die pädagogische Arbeit vor Ort und ihre politischen Rahmenbedingungen waren Thema beim Austausch mit dem Landtagsabgeordneten in der Kita. Jens Kamieth ist Sprecher des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend. Planungssicherheit möchten die Johanniter als Träger. Hauptanliegen ist das Wohl der Kinder, und dafür sind die Johanniter als Träger auch bereit, ihren Anteil zu leisten, indem sie beispielsweise sehr viel in Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeitenden investieren.

Leiterin Anja Böddecker wies auf die sich verändernden Bedingungen in der Lebens- und Arbeitswelt von Familien hin. Das muss das neue Kibiz miteinbeziehen, flexibel sein und trotzdem planbar. Es gilt, sich den Herausforderungen zu stellen – und die sind in jedem Sozialraum anders.

„Ich erlebe, dass hier mit sehr viel Engagement und Einfühlungsvermögen auf die Kinder und die Bedürfnisse ihrer Familien eingegangen wird", resümierte Jens Kamieth zum Abschluss des Gesprächs.