Flüchtlingshilfe

Johanniter im Einsatz für Menschen in Not

Seit jeher ist die Hilfe für Menschen in Not die Kernaufgabe der Johanniter. Entsprechend aktiv engagieren sich die Helferinnen und Helfer in NRW bei der wichtigen humanitären Arbeit, für Flüchtlinge eine angemessene Unterkunft, Versorgung und Betreuung zu gewährleisten. Seit Herbst 2014 wurden so in temporären Notunterkünften und dauerhaften Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) der Johanniter Menschen untergebracht, versorgt und medizinisch und sozialpädagogisch betreut. Damit lebt etwa jeder dritte Bewohner von Notunterkünften und jeder achte ZUE-Bewohner in NRW meist für einige Wochen in einer Johanniter-Einrichtung.
In der Region Aachen-Düren-Heinsberg haben sich im Juli 2015 zahlreiche ehrenamtliche Johanniter bei der zeitweiligen Aufnahme von Flüchtlingen im Aachener Inda-Gymnasium beteiligt. In wenigen Stunden musste die Stadt für die Aufnahme von mehreren hundert Flüchtlingen bereit sein. Schon eine Stunde nach der Alarmierung durch die Leitstelle der Städteregion rückten insgesamt 32 Helferinnen und Helfer zu dem Betreuungseinsatz aus. Sie sorgten für die Beschaffung der nötigen Feldbetten, das Herrichten von Schlafplätzen, das Einrichten einer Anmeldestelle, eines Sanitätsraumes und einer Verpflegungsstelle. Viele Helfer blieben über Nacht und kümmerten sich um die am Abend eingetroffenen Flüchtlinge.
Als die Stadt Düren im August 2015 mit der Aufgabe betraut wurde, kurzfristig 150 Flüchtlinge aufzunehmen, stellten die Johanniter für die ersten zwei Tage einen Rettungswagen bereit, um gegebenenfalls Menschen ins Krankenhaus transportieren zu können.

Von Anfang September 2015 bis Ende Januar 2017 haben die Johanniter im Auftrag der Landesregierung den Betrieb einer Zentralen Unterbringungseinrichtung in Wegberg-Petersholz übernommen. Es lebten dort Flüchtlinge in Gebäuden der ehemaligen britischen Wohnsiedlung. Sie wurden durch Sozialpädagogen sowie medizinische und hauswirtschaftliche Mitarbeiter betreut. Im Zuge der Fertigstellung weitere Häuser wurde die Einrichtung nach und nach erweitert und damit als langfristige Unterbringungseinrichtung des Landes NRW geführt.

Ab Mitte Oktober 2015 betrieben die Johanniter vorübergehend in einer Turnhalle des Berufskollegs in Eschweiler eine Notunterkunft für etwa 200 geflüchtete Menschen. Die Beauftragung erfolgte durch die Städteregion Aachen.

Flüchtlingshilfe der Johanniter

Begrüßen, aufnehmen, verpflegen, betreuen – Menschen auf der Flucht brauchen unsere Hilfe. Foto: Nikolas Brade

Kontakt: Ralf Marquardt

Rotter Bruch 32-34
52068 Aachen