Das neue Pflegestärkungsgesetzt: Teil 4

Sankt Augustin, 21. August 2017

Seit Jahresbeginn gilt das neue Pflegestärkungsgesetz mit einigen wichtigen Änderungen. In Folge 4 berichten wir darüber, wie auch die Angehörigen ab sofort stärker unterstützt werden.

Angehörige werden stärker berücksichtigt
Einen Elternteil zu pflegen ist nicht immer einfach. Viele Angehörige tragen einen großen Anteil daran, dass dies gelingt. Aber nicht immer ist das vollständig zuhause möglich. Deshalb hat der Gesetzgeber auch Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige vorgesehen.

Tagespflege
Wer durch eigene Berufstätigkeit etwa einen Angehörigen nicht ständig selber betreuen kann, hat Anspruch auf einige Stunden am Tag mit teilstationärer Pflege. Wer eine Tagespflege nutzt, behält den vollen Anspruch auf Pflegegeld bzw. Pflegesachleistungen – die Leistungen stehen zusätzlich zur Verfügung.

Verhinderungspflege
Wer durch Urlaub oder Krankheit beim Pflegen eines Angehörigen ausfällt, für den finanziert die Pflegeversicherung für bis zu sechs Wochen im Jahr eine Ersatzpflege, zum Beispiel durch einen ambulanten Pflegedienst. Die Leistung kann auch stundenweise in Anspruch genommen werden, um Freiräume für Erledigungen und Erholungsphasen zu schaffen.

Kurzzeitpflege
Für bis zu acht Wochen im Jahr können ambulant versorgte Pflegebedürftige eine stationäre Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen, zum Beispiel in einer Pflege- oder Reha-Einrichtung.