„Mit Gold nicht zu bezahlen“

Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen/Köln, 18. Juli 2017

Johanniter-Unfall-Hilfe NRW veröffentlicht Jahresbericht

Die Johanniter haben im vergangenen Jahr 481 935 Stunden ehrenamtlichen Engagements für die Menschen in NRW geleistet – alleine im Rettungs- und Sanitätsdienst, in den 29 Einsatzeinheiten des Bevölkerungsschutzes, 59 Einsatzgruppen sowie zehn Rettungshundestaffeln. Das entspricht bei einem fiktiven Stundenlohn von 25 Euro einem Gegenwert von zwölf Mio. Euro. Im Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen sind es 417 Helferinnen und Helfer mit 53 845 Stunden gewesen. Dies alles geht aus dem Jahresbericht 2016 der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in Nordrhein-Westfalen hervor, den die evangelische Hilfsorganisation in Köln vorgestellt hat.

Hans Frhr. v. Tiesenhausen, ehrenamtliches Mitglied im Landesvorstand, betont die große Bedeutung des Ehrenamtes für die Menschen in NRW: „Ob als Erste-Hilfe-Ausbilderin, Betreuer im ambulanten Hospizdienst, als Jugendgruppenleiterin oder Helfer in der Einsatzeinheit – jeder Johanniter leistet ‚Aus Liebe zum Leben‘ Großes für seine Mitmenschen, was mit Gold nicht zu bezahlen ist.“

Rettungsdienst, Soziale Dienste und Jugendarbeit
291.380 Mal sind die Johanniter im vergangenen Jahr aus ihren Rettungswachen ausgerückt, um beim Krankentransport medizinische Hilfe zu leisten und in der Notfallrettung sowie im Blut- und Organtransport Menschenleben zu retten. Alle 108 Sekunden rücken die Johanniter zu einem Einsatz aus. Hinzu kamen
107 073 Fahrten mit Ärzten zu Patienten, bei denen 1,7 Mio. Kilometer zurückgelegt wurden.

In ihren Sozialen Diensten pflegten die nordrhein-westfälischen Johanniter gut 2 000 Patienten ambulant und ermöglichten mit ihrem Hausnotruf als Marktführer fast 50 000 Menschen ein selbstständiges, sicheres Leben in den eigenen vier Wänden. Sie betreuten über 3 200 Kinder in ihren 55 Kindertageseinrichtungen. „Besonders freue ich mich über den Zulauf bei unseren jüngsten Helfern, den Schulsanitätern“, sagte Landesvorstand Magnus Memmeler. „Denn auch die Zahl der Schulsanitätsdienste der Johanniter ist gestiegen.“

An 129 Schulen in NRW (2016: 121) sorgen Schülerinnen und Schüler selbst für die medizinische Sicherheit ihrer Mitschüler und Lehrer und übernehmen die Erstversorgung bei Unfällen und Erkrankungen. Die Johanniter bilden die „Schulsanis“ aus und stellen die Ausrüstung. Über 3 000 Kinder und Jugendliche sind in den Schulsanitätsdiensten und in der Johanniter-Jugend organisiert, 141 davon im Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen.

Knapp eine halbe Million Förderer unterstützen die Arbeit der Hilfsorganisation durch ihre Mitgliedschaft. „Ihr Beitrag macht einen wichtigen Teil unserer Arbeit erst möglich. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar“, so Kirsten Hols, hauptamtliches Mitglied des Landesvorstandes. Das DZI-Spendensiegel bescheinigt den Johannitern erneut den effektiven und transparenten Umgang mit den anvertrauten Spendengeldern.

Top-Arbeitgeber laut „Focus“
Dass die Johanniter-Unfall-Hilfe ein sehr attraktiver Arbeitgeber gerade auch in den Bereichen ambulante Pflege und Kindertageseinrichtungen ist, zeigt auch die Bewertung als „Top-Arbeitgeber“ bei einer aktuellen Focus-Untersuchung. Im Regionalverband arbeiten 276 hauptamtliche Mitarbeitende.

Hintergrund
Der Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen ist einer von 16 Regionalverbänden in NRW. Mit knapp einer halben Million Fördermitgliedern und rund 15 000 ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern inkl. Jugend ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. die größte christliche Hilfsorganisation in Nordrhein-Westfalen. Sie ist seit 65 Jahren in den unterschiedlichsten sozialen und karitativen Bereichen aktiv und steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist.

Der Jahresbericht steht im Internet unter www.johanniter.de/nrw