Der Schlüssel zu mehr Selbstständigkeit im Alter

Lippe, 02. Oktober 2017

Neuer 24-Stunden-Einsatzdienst der Johanniter

Selbstständig leben, auch wenn die Kinder nicht helfen können – Matthias Schröder übergibt den neuen Wagen für den 24-Stunden-Einsatzdienst an Gaby Nordahl.

Damit halten die Johanniter nicht nur sprichwörtlich den Schlüssel für mehr Selbstständigkeit und Sicherheit in der Hand: Mit ihrem neuen 24-Stunden-Einsatzdienst erweitert die evangelische Hilfsorganisation ihr Hausnotruf-Angebot für ältere Menschen. Mit dem Hausnotruf können Senioren mit einem einfachen Knopfdruck auf einen Sender Hilfe rufen. „Doch bisher war eine Frage dabei häufig schwierig zu beantworten: Wohin mit dem Wohnungsschlüssel?“, erzählt Matthias Schröder, Vorstand des Johanniter-Regionalverbandes Lippe-Höxter, über den Grund für den neuen Einsatzdienst.

Drückt ein Hausnotruf-Kunde den Notruf-Knopf wird er per Freisprechanlage mit der Notfallzentrale der Johanniter verbunden. Der Disponent dort benachrichtigt die Angehörigen, damit diese nach ihren älteren Verwandten sehen können, und ruft je nach Art des Notfalls zeitgleich den Rettungsdienst. „Doch selbst, wenn die erwachsenen Kinder in der Nähe wohnen oder gar mit ihren hilfsbedürftigen Eltern im selben Haus, sind sie tagsüber beruflich bedingt nicht zu Hause und können nicht jederzeit da sein, um sich um ihre Eltern zu kümmern“, berichtet Gaby Nordahl, Leiterin des Hausnotrufteams der Johanniter, aus Erfahrung. Dann werden häufig Nachbarn als Notfall-Kontaktpersonen genannt. „Aber gerade alleinlebenden älteren Menschen fällt es häufig schwer, ihren Wohnungsschlüssel einer anderen Person auszuhändigen. Dazu gehört viel Vertrauen!“, weiß Nordahl.  

Dieses Problem löst nun der 24-Stunden-Einsatzdienst der Johanniter. Bei ihm können die Hausnotruf-Kunden ihre Wohnungsschlüssel hinterlegen. Meldet der Kunde einen Notfall, wird der Einsatzdienst sofort mitalarmiert und fährt zur Wohnung des Kunden. Dort können die Mitarbeiter den Rettungsdienst einlassen oder bei kleineren Notfällen selbst den Kunden versorgen. „Alle Mitarbeiter unseres Einsatzdienstes sind ausgebildete Rettungshelfer“, betont Matthias Schröder. Aber natürlich gehe die Sicherheit immer vor, und im Zweifel werde immer der Rettungsdienst gerufen.

„Mit unserem neuen Angebot entlasten wir die Angehörigen, auf deren Schultern oftmals die Mehrfachbelastung von Beruf, Sorge um die eigenen Kinder und um die hilfsbedürftigen Eltern lastet“, freut sich Hausnotrufleiterin Gaby Nordahl. Und auch für die Senioren sei es sehr wichtig zu wissen, dass im Notfall eine Person Zugang zu ihrer Wohnung hat, der sie uneingeschränkt vertrauen.

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