500 Johanniter aus der „Generation Lebensretter“

Minden Ravensberg, 28. November 2017

Über 500 Johanniter-Schulsanitäter aus ganz Nordrhein-Westfalen trafen sich am 25. November im Gymnasium in Schloß Holte-Stukenbrock, um sich in praxisnahen Workshops fortzubilden und für den Ernstfall zu üben – darunter auch 13 Schulsanitäter und Betreuer aus den Bad Oeynhausener Realschulen Nord und Süd, sowie der Goethe-Realschule in Löhne. „Wir waren in dem Workshop „Realistische Unfalldarstellung“, weil das sehr interessant war, wie realistisch Wunden für Übungszwecke geschminkt werden können“, sagten zwei Schüler vom Schulsanitätsdienst der Realschule Süd.

Beim 13. „Schulsanitätsdienst-Tags NRW“ unter dem Motto „Generation Lebensretter“ standen 20 Workshops im Mittelpunkt, in denen sich die Schüler rund um die Themen Erste Hilfe an Schulen und Jugendarbeit weiterbilden konnten, darunter „Ersthelfer von Morgen“ für die Grundschulsanitäter, „Sportverletzungen“, „Outdoor-Erste Hilfe“ und „Realistische Unfalldarstellung“ über das Schminken von Verletzten zu Übungszwecken. Aber auch Themen außerhalb der Notfallversorgung standen auf dem Programm, darunter Brandbekämpfung, Jugendarbeit und Deeskalation. 

„Für uns ist die Jugendarbeit im Schulsanitätsdienst sehr, sehr wichtig“, sagte Regionalvorstand Christian Rehberg. „Deshalb fahren unsere Schulsanis jedes Jahr zu diesem tollen Tag.“

Umfangreiches Rahmenprogramm
Am Morgen begrüßten Magnus Memmeler und Hans von Tiesenhausen vom Landesvorstand NRW die Schulsanitäter und dankten den Kinder und Jugendlichen herzlich für ihr Engagement. „Angesichts von über 1,2 Millionen Unfällen pro Jahr an deutschen Schulen ist es sehr wichtig, dass schnelle Erste Hilfe durch ausgebildete Schulsanis geleistet wird“, so Hans von Tiesenhausen. Nach der wertschätzenden Begrüßung durch den Bürgermeister Hubert Erichlandwehr trommelte Gruppe „Samba Rua Viva“ südamerikanische Rhythmen zum Auftakt des „SSD-Tages“. 

Wunderbare Stimmung
„Die Stimmung beim Schulsanitätsdiensttag war wunderbar. Wir danken allen Helfern herzlich für ihren Einsatz“, sagte Landesvorstand Hans von Tiesenhausen. Bei der Abschlussveranstaltung am späten Nachmittag zeigte die Tanzgruppe von der örtlichen Tanzschule Emma Jürgens auf der Bühne der Aula ihr Können. Alfred Wrede, Mitglied des gastgebenden Regionalvorstandes Ostwestfalen, dankte den Organisatoren von der Landesjugend den engagierten Workshopleiterinnen und -leitern und verabschiedete die Schulsanis mit den besten Wünschen und bis zum nächsten Jahr. Der nächste SSD-Tag findet Ende 2018 in Bonn statt.

Schulsanitätsdienst im Alltag
Im Schulalltag leisten die Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 18 Jahren Erste Hilfe für erkrankte und verletzte Schüler und Jugendlichen. Sie versorgen blutende Wunden und verstauchte Knöchel, messen den Blutdruck und beherrschen die stabile Seitenlage und die Herzdruckmassage. Gleichzeitig zeigen sie Verantwortung für ihre Mitschüler und Lehrer und müssen zum Beispiel die Sanitätsdienste selbstständig organisieren. Aus- und fortgebildet werden sie von den Ausbildern der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Hier geht's zur Bildergalerie

Hintergrund

Die Johanniter betreiben in NRW insgesamt 129 Schulsanitätsdienste an allen Schulformen. Insgesamt engagieren sich in der Johanniter-Jugend NRW über 3 000 Kinder und Jugendliche ehrenamtlich für ihre Mitmenschen bei (Schul-)Sanitätsdiensten und in Jugendgruppen und – ab der Volljährigkeit – auch in der Erste-Hilfe-Ausbildung, im Bevölkerungsschutz und in der Notfallrettung.