Für den Ernstfall gerüstet

Minden-Ravensberg, 07. Dezember 2017

14 Ehrenamtliche Helfer haben ein dreistündiges Deeskalationstraining in der Kampfsportschule von Kai Düsberg absolviert. „Der richtige Umgang mit einer möglichen risikoreichen Situation beginnt schon in dem Moment, in dem man sich entscheiden muss, ob man durch eine dunkle Gasse oder eine belebte Straße geht“, sagte der Kampfsportler Kai Düsberg und empfahl, unbedingt auf seine Gefühle zu hören und mulmige Gefühle ernst zu nehmen.

Wenn man in eine Notsituation gerät, in der man sich verteidigen muss, ist es wichtig, zu wissen, welche Waffen der Körper bietet. Gemeinsam mit dem Johanniter-Helfer und Schwarzgurt-Anwärter Melvin Laufer wurden Abwehrtechniken gezeigt, die dem israelischen Selbstverteidigungssystem Krav Maga entstammen und auf instinktiver Verteidigung beruht, wie mit den Knien, den Ellenbogen und den Handflächen.

Neben dem Angriff durch eine ganze Gruppe wurde hauptsächlich der Angriff von einer Einzelperson mit Fäusten, Würgen und Festhalten in Zweierteams geübt.

Wenn die Flucht nicht möglich ist oder ein Angriff auf das eigene Leben stattfindet, gilt es den Angreifer kampfunfähig zu machen. „Aus Notwehr handelt ihr, wenn ein Angriff jetzt in diesem Moment passiert und rechtswidrig ist“, klärte Kai Düsberg die Teilnehmer über die Rechtslage auf. Waffen haben die Ehrenamtlichen bei ihren Einsätzen nicht, außer mit ihrem eigenen Körper können sie sich nicht wehren.

„Wir möchten, dass dieses Training Teil der Fortbildung wird, damit unsere ehrenamtlichen Helfer in Zukunft auch für solche Notsituationen gerüstet sind“, sagte Yves Laufer, Leiter der Motorradstaffel und Initiator dieses Trainings.