Der Entschluss steht fest – Hospiz wird planmäßig gebaut

Soest, 15. März 2017

Das Hospiz im Soester Norden wird nach umfassender Prüfung und einstimmiger Entscheidung beider Gesellschafter der Christliches Hospiz Soest gemeinnützige GmbH wie geplant gebaut. Sigrid Kübler-Molitor von der Evangelischen Perthes-Stiftung e. V. und Udo Schröder-Hörster von den Johannitern genießen als Geschäftsführer das volle Vertrauen der Gesellschafter und haben den ungeteilten Rückhalt der Hospizbewegung im Kreis Soest und des Palliativnetzwerkes Soest-Hochsauerland. „Wir haben alle vorliegenden Fakten sachlich geprüft. Das Angebot, das Kloster Paradiese als Standort für das Hospiz zu nutzen, kommt dabei nicht in Frage“, so Sigrid Kübler-Molitor. 

Langfristige Planung im Dialog mit der Bevölkerung

Bereits seit über 20 Jahren gibt es Bemühungen der ambulanten Hospizbewegung, ein Hospiz im Kreis Soest zu errichten. Der Ausdauer und der Beharrlichkeit der christlichen Trägerorganisationen und dem starken Schulterschluss der Partner und Kommunen ist es zu verdanken, dass der Bau des Hospizes Soest im April beginnen kann. An diesem Plan wird unverändert festgehalten. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden bereits Kosten von circa 365.000 Euro ausgelöst. Auch die Mittel der Stiftung Wohlfahrtspflege, die sich auf 700.000 Euro belaufen, sind an den Bau des Hospizes gebunden und könnten bei einer Planänderung nicht abgerufen werden. Hier schließen sich weitere 300.000 Euro der Fernsehlotterie an.

Für ein weiteres bzw. alternatives Hospizprojekt in Soest stünden diese Mittel ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.

Das Gebäude passt sich den Bedürfnissen der Gäste und Angehörigen an

Grundlage für die Entwicklung des geplanten Gebäudes am Bleskenweg ist das intensiv durchdachte, zeitgemäße Betreuungskonzept der Christliches Hospiz Soest gGmbH. Den Menschen, die hier ihren letzten Lebensabschnitt verbringen, soll ihr Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht werden. „Den Tagen mehr leben geben“ - dieses bekannte Zitat von der Begründerin der modernen Hospizbewegung Cicely Saunders war ein Leitmotiv bei der Konzeptentwicklung.

Die Planungen für das Christliche Hospiz Soest entsprechen modernsten Standards. Es sieht unter anderem zehn ebenerdige Gästezimmer mit Terrasse, einen Gemeinschaftsraum mit Kamin, ein Pflegebad mit Möglichkeiten zur Aromatherapie, Angehörigenzimmer und einen Raum der Stille vor, der auch als Kapelle genutzt werden kann. Diese Räume sind alle zu Fuß, im Rollstuhl oder im Bett erreichbar. Der Innenhof ermöglicht einen geschützten Aufenthalt der Gäste im Freien. Angelegt als Atrium mit großen Glasfenstern, ist das Gebäude lichtdurchflutet und zeichnet sich durch seine Wohlfühl-Atmosphäre aus.

Das Hospiz soll zudem für Gäste und Angehörige gut erreichbar sein, denn auch der letzte Lebensabschnitt gehört für die Christliches Hospiz Soest gGmbH zum Leben und damit ins Zentrum der Gesellschaft. Darum ist ein wichtiges Kriterium für das Christliche Hospiz in Soest der stadtnahe Bauplatz und die gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr.
Dies ist durch den Standort mit der Bushaltestelle am Bleskenweg erfüllt.

Die Zimmer in dem denkmalgeschützten Kloster Paradiese, die den Anforderungen des Wohn- und Teilhabegesetz entsprechen müssten, verteilen sich hingegen auf drei Stockwerke. Hierdurch würde sich ein zusätzlicher und nicht refinanzierter Personalbedarf ergeben. Weiterhin würden aufwendige Umbaumaßnahmen mit einem nicht zu unterschätzenden Kostenaufwand erforderlich sein. Dennoch wäre auch nach dem Umbau des Gebäudes keine hospizideale Raumgestaltung möglich.

Breite Unterstützung des Projekts von Anfang an

Das Projekt ist Teil eines großen Netzwerks in der Hospiz- und Palliativarbeit, das den Bau des ersten stationären Hospizes in Soest durch die Christliches Hospiz Soest gGmbH befürwortet. Unterstützt wird das Projekt durch das Palliativnetz Soest/Hochsauerlandkreis, der Hospizbewegung und den ambulanten Hospizvereinen im Kreis Soest. Die Evangelische Perthes-Stiftung und die Johanniter als Träger des Hospizes haben das Vertrauen der Kommunen und den Rückhalt der Bevölkerung. Das zeigt sich vor allem in den vielen Spenden und Unterstützungszusagen von Privatpersonen.

Der Baubeginn für das Hospiz steht kurz bevor. Bis zum heutigen Tag sind 1,87 Millionen Euro durch Einzelspenden, Spenden der Hospizbewegung im Kreis Soest, e.V., Förderungen der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW sowie der Stiftung Deutsches Hilfswerk zusammengekommen. Rund 62 Prozent der Baufinanzierung sind hierdurch bereits gesichert. Ein weiterer Grund für die Christliches Hospiz Soest gGmbH unverändert an den Plänen festzuhalten.