Großeinsatz bei Amokfahrt in Münster

Münster, 07. April 2018

Am Ort des Geschehens flackern Kerzen und gedenken der Betroffenen

Es liegt ein Wochenende hinter uns wie Münster es wohl so noch nie erlebt hat. Ein 48 Jahre alter Mann war am Samstag, 7. April mit einem Campingbus in der Innenstadt von Münster in eine Menschenmenge vor der Kiepenkerl-Gaststätte gefahren und erschoss sich anschließend selbst. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann starben, mehre als 20 Menschen wurden verletzt. Die Johanniter besetzten zu diesem Zeitpunkt die ehrenamtliche Rettungswache der Hilfsorganisationen, die „Wache 8“ in Münster und waren als ersteintreffender Rettungswagen vor Ort.

Neben den vielen Einsatzkräften der Polizei, Feuerwehr und des THW haben 149 Helferinnen und Helfer der vier großen Münsteraner Hilfsorganisationen (JUH, ASB, DRK, MHD) trotz der lange unklaren Lage „alles stehen und liegen lassen“, um am Einsatzort Hilfe zu leisten, den vielen Betroffenen beizustehen, die Opfer zu versorgen und die Sicherheit in unserer Stadt wiederherzustellen. Heute flackern die Kerzen ringsum Münsters Kiepenkerl und gedenken der vielen Opfer und Betroffenen. Was bleibt ist die Frage: Warum? Das Geschehen lässt uns immer noch fassungslos sein.

Aber gerade in diesen Momenten ist es wichtig, dass unsere Stadt zusammensteht und zusammenhält. Ausdruck dieses Gefühls sind dabei nicht nur die gemeinsame Trauer, das Verarbeiten der Geschehnisse durch öffentliche Gottesdienste, Schweigeminuten, sondern vor allen Dingen auch die sofort einsetzende Hilfsbereitschaft der Münsteranerinnen und Münsteraner.

Wir sind sehr stolz darauf und unendlich dankbar, dass wir Hilfsorganisationen die an uns gestellten Erwartungen erneut mehr als erfüllen konnten. Wenn es darauf ankommt, sind wir da; wenn wir gebraucht werden, kommen und helfen wir; wer unsere Unterstützung benötigt, wird nicht alleine gelassen. Dieses Versprechen, das die Hilfsorganisationen den Münsteraner Bürgerinnen und Bürgern geben, haben wir erneut zuverlässig und professionell umgesetzt.

Viele Dankesworte von verschiedenen Seiten haben uns bereits erreicht, die wir gerne an alle Hilfskräfte weitergeben möchten. Ein besonderes Zeichen des Dankes erreichte uns in Form einer weißen Rose, die anonym vor unsere Dienststelle an der Geringhoffstraße gelegt worden ist. „Ich möchte mich aus tiefstem Herzen bei allen, die an diesem Einsatz beteiligt waren für das große Engagement, den persönlichen Einsatz, das Zurückstellen von eigenen Bedürfnissen, vielleicht auch von Ängsten, bedanken“, erklärt Udo Schröder-Hörster, Regionalvorstand der Johanniter Münsterland/Soest. „Dieser Dank gilt nicht nur für den zurückliegenden Einsatz, sondern für euer Engagement insgesamt. Ihr seid immer da, wenn eure Hilfe gebraucht wird."