Mit Gold nicht zu bezahlen

Münsterland/Soest, 01. August 2017

Die Johanniter haben im vergangenen Jahr 481.935 Stunden ehrenamtlichen Engagements für die Menschen in NRW geleistet – alleine im Rettungs- und Sanitätsdienst, in den 29 Einsatzeinheiten des Bevölkerungsschutzes, 59 Einsatzgruppen sowie zehn Rettungshundestaffeln. Das entspricht bei einem fiktiven Stundenlohn von 25 Euro einem Gegenwert von zwölf Mio. Euro. Dies geht aus dem Jahresbericht 2016 der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in Nordrhein-Westfalen hervor, den die evangelische Hilfsorganisation heute in Köln vorstellte. In der Region Münsterland/Soest sind es 500 Helferinnen und Helfer mit 30.140 Stunden gewesen. Regionalvorstand Udo Schröder-Hörster: „Das Ehrenamt ist eine tragende Säule der Hilfsorganisation, die in Ihrer Tatkraft und Professionalität beeindruckend ist.“

 

Hans Frhr. v. Tiesenhausen, ehrenamtliches Mitglied im Landesvorstand, betont die große Bedeutung des Ehrenamtes für die Menschen in NRW: „Ob als Erste-Hilfe-Ausbilderin, Betreuer im ambulanten Hospizdienst, als Jugendgruppenleiterin oder Helfer in der Einsatzeinheit – jeder Johanniter leistet ‚Aus Liebe zum Leben‘ Großes für seine Mitmenschen, was mit Gold nicht zu bezahlen ist.“

Aus dem Regionalverband Münsterland/Soest werden die Themen Flüchtlingshilfe, Bevölkerungs- und  Katastrophenschutz fokussiert. Hier engagieren sich die ehrenamtlichen Johanniter in besonderem Maße. So ist zum Beispiel die Einsatzeinheit NRW für Betreuungs- und Sanitätseinsätze in Großschadenslagen seit vielen Jahren im Alarmfall rund um die Uhr abrufbar. In der Flüchtlingshilfe haben die Ehrenamtlichen in der Anfangszeit beim Aufbau der Notunterkünfte tatkräftig mit angefasst und damit den Menschen in vielerlei Hinsicht einen ersten Halt geboten.  

 

Rettungsdienst, Soziale Dienste und Jugendarbeit

291.380 Mal sind die Johanniter im vergangenen Jahr aus ihren Rettungswachen ausgerückt, um beim Krankentransport medizinische Hilfe zu leisten und in der Notfallrettung sowie im Blut- und Organtransport Menschenleben zu retten. Alle 108 Sekunden rücken die Johanniter zu einem Einsatz aus. Hinzu kamen 107 073 Fahrten mit Ärzten zu Patienten, bei denen 1,7 Mio. Kilometer zurückgelegt wurden.

In ihren Sozialen Diensten pflegten die nordrhein-westfälischen Johanniter gut 2 000 Patienten ambulant und ermöglichten mit ihrem Hausnotruf als Marktführer fast 50 000 Menschen ein selbstständiges, sicheres Leben in den eigenen vier Wänden. Sie betreuten über 3 200 Kinder in ihren 55 Kindertageseinrichtungen. „Besonders freue ich mich über den Zulauf bei unseren jüngsten Helfern, den Schulsanitätern“, sagte Landesvorstand Magnus Memmeler. „Denn auch die Zahl der Schulsanitätsdienste der Johanniter ist gestiegen.“

An 129 Schulen in NRW (2016: 121) sorgen Schülerinnen und Schüler selbst für die medizinische Sicherheit ihrer Mitschüler und Lehrer und übernehmen die Erstversorgung bei Unfällen und Erkrankungen. Die Johanniter bilden die „Schulsanis“ aus und stellen die Ausrüstung. Über 3 000 Kinder und Jugendliche sind in den Schulsanitätsdiensten und in der Johanniter-Jugend organisiert. Auch im RV Münsterland/Soest ist eine Jugendgruppe aktiv.

Knapp eine halbe Million Förderer unterstützen die Arbeit der Hilfsorganisation durch ihre Mitgliedschaft. „Ihr Beitrag macht einen wichtigen Teil unserer Arbeit erst möglich. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar“, so Kirsten Hols, hauptamtliches Mitglied des Landesvorstandes. Das DZI-Spendensiegel bescheinigt den Johannitern erneut den effektiven und transparenten Umgang mit den anvertrauten Spendengeldern.

 

Der Jahresbericht steht im Internet hier zum Herunterladen bereit.