„Europäischer Tag des Notrufs“ am 11. Februar

Neuss, 11. Februar 2018

Ob Unfall oder medizinischer Notfall: Um schnellstmöglich Hilfe zu rufen, wählt man die Telefonnummer 112 - vor allem, wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt. Dazu gehören zum Beispiel Bewusstlosigkeit, ein Herz-Kreislauf-Stillstand, Probleme in der Brust wie schwere Atemnot oder ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Aber auch schon eine Verletzung, die über eine Bagatelle hinausgeht, z.B. eine starke Blutung. Kurz: alles, was bedrohlich ist oder werden kann.

So kommt es besonders bei Fahrradunfällen häufig zu Verletzungen des Kopfes. Bei einer Gehirnerschütterung ist der Betroffene kurz bewusstlos und dann bewusstseinsklar. Er kann aber in Problemfällen später wieder bewusstlos werden. Auch für die helfende Person ist es deshalb schwierig, bei Kopfverletzungen einschätzen zu können, ob weitere Hilfe notwendig ist.

Auch wenn das Unfallopfer auf den ersten Blick Unterstützung ablehnt, bleiben Sie am Unfallort, reden Sie mit dem Verunfallten und warten Sie ein paar Minuten ab. Sind Sie unsicher, wählen Sie die 112. Das professionelle Rettungsdienstpersonal kann die Situation besser einschätzen und transportiert den Patienten, wenn notwendig, gleich in ein Krankenhaus für weiterführende Untersuchungen.

Und auch bei Radunfällen gilt: Eigensicherung geht vor. Auf einer befahrenen Straße sollte zuerst der Unfallort gesichert werden. Ein gut sichtbar aufgestelltes Warndreieck gibt den Unfallopfern und den Helfenden Sicherheit.

Um im Ernstfall zu unterscheiden zu können, ob es sich um eine lebensbedrohliche Situation handelt und um richtig helfen zu können, raten die Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Infos zum Kursangebot der Johanniter gibt es im Internet unter www.johanniter.de/az-niederrhein

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist mit mehr als 20.000 Beschäftigten, 36.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Mehr als 600.000 Mal rücken die Johanniter im Jahr zu Rettungseinsätzen aus. Mehr als 400.000 Menschen lernen jedes Jahr bei den Johannitern, wie sie im Notfall Erste Hilfe leisten können.

Foto: Tobias Grosser