„Spannender Blick hinter die Kulissen“

Grotevent, Jan-Hendrik - Bielefeld, 07. März 2018

Ein informativer Abend für Frau Kampmann mit Regionalvorstand Gerald Donath (links) und Matthias Cramer (rechts)

Im Februar besuchte die Landtagsabgeordnete und ehemalige Landesfamilienministerin Christina Kampmann (SPD) den Regionalverband Ostwestfalen. Nach einem einführenden Vortrag des Ehrenamtsbeauftragten Hans Jürgen Schneider über die Geschichte des Johanniterordens und der Johanniter-Unfall-Hilfe tauschte sich die Politikerin mit dem Regionalvorstand über aktuelle Herausforderungen der Johanniter aus.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen Frühkindliche Bildung und Freiwilligendienste. Die Johanniter berichteten vom anstehenden KiTa-Projekt in Werther und Schloss Holte-Stukenbrock. Frau Kampmann erläuterte die verschiedenen Gesetzesvorhaben, die Kindertagesstätten betreffen.

Außerdem diskutierten Christina Kampmann und die anwesenden Johanniter den Vergleich von heutigen Freiwilligendiensten – Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst – mit dem früheren „Pflicht“-Zivildienst. Beide Seiten waren sich darin einig, dass die aktuell sinkende Zahl an Ehrenamtlichen problematisch sei. „Mit dem Wegfall des Zivildienstes sind wir ständig mit dem Kampf um Freiwillige beschäftigt“, erklärte Matthias Cramer, ehrenamtlicher Regionalvorstand. Auch Frau Kampmann betonte die Bedeutung des Ehrenamts: „Ich glaube, dass wir das Ehrenamt politisch massiv stärken müssen.“

Regionalvorstand Gerald Donath zog ein positives Fazit des Besuchs. Ein guter, konstruktiver Kontakt zu politischen Akteurinnen und Akteuren sei wichtig, vor allem die Entwicklung einer persönlichen Gesprächsbasis. In diesem Zusammenhang unterstrich Donath die angenehme Gesprächsatmosphäre. „Es herrschte eine harmonische und gute Stimmung.“, so der Regionalvorstand.

„Für mich ist vor allem der Blick hinter die Kulissen spannend, weil man die Johanniter in erster Linie mit Unfallhilfe assoziiert, durch Angebote wie der Hausnotruf, das Ambulant Betreute Wohnen oder der Mahlzeitendienst leisten sie aber zusätzlich einen wichtigen Beitrag.“, resümierte Christina Kampmann, „Der Einblick in die Arbeit der Johannitern hat mir noch mal vor Augen geführt, auf welch vielfältige Art und Weise sie gesellschaftlich notwendige Aufgaben übernehmen.“