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Bergneustadt, 12. Oktober 2017

Nominiert für Deutschen Kita-Preis

Über 1400 Kindertagesstätten aus ganz Deutschland haben sich 2017 als „Kita des Jahres“ beim Deutschen Kita-Preis beworben. Die Johanniter-Kita Ackerstraße aus Bergneustadt gehört zu den 30 Einrichtungen, die für die Auszeichnung in der Kategorie „Kita des Jahres“ nominiert worden sind. Der Preis würdigt besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung und ist mit insgesamt 130.000 Euro dotiert.

30 von 1400

Aus den derzeit 30 nominierten Kitas werden zum Ende des Jahres zehn ausgewählt und von Experten besucht und begutachtet. Ob die Johanniter Kita Ackerstraße dabei ist, entscheidet sich im November. Vergeben wird der Deutsche Kita-Preis im Mai 2018 in Berlin. Wer von den Finalisten einen Preis mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich vorab in einer Kombination aus Jury-Urteil und öffentlichem Online-Voting.

Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung der Karg-Stiftung und dem Didacta Verband.

Partizipation ist preiswürdig

Gemeinsam unterwegs

Insbesondere die Partizipation von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden hatte das Bewertungskomitee beeindruckt. In der Johanniter-Kita Ackerstraße ist im Frühjahr 2014 ein Kinderparlament eingeführt worden, bei dem sich die Kinder über ihre demokratisch gewählten Parlamentssprecher aktiv beteiligen können. Ein kindgerechtes Beschwerdemanagement sorgt außerdem dafür, dass die Kinder Gehör finden. Die Kinder können so ihre Bedürfnisse und Interessen ausdrücken und bei der Gestaltung der pädagogischen Arbeit und der Räumlichkeiten mitwirken. Kinder und Mitarbeitende entwickelten gemeinsam eine verbindliche Kindergartenverfassung.

Gemeinsam verändern

Mit der Zeit wurde deutlich, dass das bisherige pädagogische Konzept der Einrichtung nicht mehr zu den Bedürfnissen und Interessen der Kinder passte. Ausschlaggebend war die Beschwerde eines sechsjährigen Jungen über die Gestaltung der Ruhephase in der Einrichtung, die eher an den jüngsten Kindern orientiert war. Das war der Stein, der eine komplette Evaluierung des pädagogischen Konzeptes der Einrichtung ins Rollen brachte: In kontinuierlicher Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Kinder und unter Beteiligung des Kinderparlaments und der Eltern wurde das Konzept einer Gruppenraumpädagogik in das Konzept der Offenen Arbeit umgestellt.

Eltern antworten

Abfragen zur Zufriedenheit der Eltern sind in der Kita selbstverständlich und werden in der Kita für alle ersichtlich dokumentiert. Beschwerden von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden nehmen das Kita-Team und die Johanniter als Träger ernst.

Kinder präsentieren ihre Ideen

Mittlerweile verschaffen sich die Kinder auch bei der Gestaltung ihres Stadtteils Hackenberg Gehör. Sie haben bei der Planung zum „Grüngürtel“ mitgewirkt und Bürgermeister Wilfried Holberg und den Landschaftsarchitekten ihre Ideen und Vorschlägen präsentiert.

„Wir nehmen wahr, dass die Kinder, die Familien und auch die Mitarbeitenden von unserer neu inspirierten Arbeit profitieren“, sagt Kita-Leiterin Anja Böddecker. Alle seien zufrieden, neue Ressourcen hätten sich aufgetan: „Wir haben mehr Zeit für die Kinder und unsere vielfältigen Aufgaben. Das hat uns positiv überrascht.“