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Olympiade der Retter

Schmölln, 12. Juni 2010

Landeswettkampf der Johanniter in Sachsen-Anhalt und Thüringen

Am vergangenen Wochenende begann nicht nur die Fußballweltmeisterschaft, auch bei den Johannitern in Sachsen-Anhalt und Thüringen stand am 12. Juni der Wettstreit um die besten Plätze im Vordergrund. Eingestimmt wurden die Teilnehmer mit dem Gottesdienst; Propst Dr. Hans Mikosch hob die Aspekte Vertrauen und Verlässlichkeit sowie die Gemeinschaft der Helfer in seiner Predigt hervor.

 

Das Johanniter-Lied „Wir sind die Johanniter“ stimmte die Gemeinschaft ein. Die Johanniter-Jugend in Heilingen komponierte das Lied in vielen Stunden gemeinsam mit ihrem Pfarrer, Michael Thiel, zum Landeswettkampf 2008 in ihrem Verband. 28 Mannschaften und fünf Gastmannschaften traten in den verschiedenen Kategorien an und verwandelten den Marktplatz in Schmölln am 12. Juni in einen Schauplatz verschiedenster Unfallszenarien. Beeindruckend für die Besucher und Gäste war sicherlich die spektakuläre Bergung und Versorgung verletzter Handwerker, mit einer Drehleiter der Feuerwehr von dem Balkon des Schmöllner Rathauses. Die Ergebnisse der Stationen wurden von Radkurieren in das Auswertungsbüro gebracht. Einer der Kuriere war Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.

Heike Taubert, Schirmherrin der Johanniter-Veranstaltung und Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, hob in ihrem Grußwort vor allem die Wirkung der Ausbildung für die Gesellschaft hervor. So seien mehr Menschen für ein schnelles und kompetentes Helfen bei Unfällen im öffentlichen Bereich ausgebildet. Weiterhin betonte sie das gestärkte „Wir-Gefühl“ durch den verbandsweiten Landeswettkampf. Nicht nur Gastmannschaften anderer Organisationen nahmen an dem Landeswettkampf der Johanniter teil. Die diakonischen Partner des Altenburger Landes führten im Rahmen des Wettkampfes ihren „Tag der Diakonie“ durch. Der Wettstreit verlangte von den Teilnehmern hohes Engagement. Dem ausrichtenden Regionalverband Ostthüringen erforderte die Vorbereitung der Johanniter-Großveranstaltung parallel zum täglichen Aufgabenfeld genaueste Planung und höchste Leistungsbereitschaft. Erstmals wurden alle praktischen Tests im Herzen einer Stadt - dem Marktplatz - zuschauerfreundlich ausgetragen.

Gewinner der Kategorien

1. Platz:
Saalfeld-Südthüringen 1

2. Platz:
Magdeburg/Altmark/Börde/Harz 1

3. Platz:
Saalfeld-Südthüringen 2

Die gemischten Teams der Sanitätshelfer bis 16-Jahre behaupteten sich erfolgreich beim Landeswettkampf in Schmölln gegenüber acht weiteren Mannschaften der Johanniter aus Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Gastmannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Schmölln und des Deutschen Roten Kreuzes in Altenburg. So wurden sie unter anderem vor die Aufgabe gestellt, eine Erstversorgung bei einer realitätsnah dargestellten Verbrennung durch eine Stichflamme einer Fritteuse zu übernehmen. Die Teilnehmer der Jugendlichen werden oft bei sanitätsdienstlichen Absicherungen von Konzerten und Veranstaltungen mit einbezogen. So lag der Praxistest nahe, eine starke Verbrennung beim Personal eines Verpflegungsstandes auf einem Konzert die Erstversorgung zu übernehmen.

1. Platz:
Westthüringen 4 (Bad Langensalza)

2. Platz:
Magdeburg/Altmark/Börde/Harz 2

3. Platz:
Westthüringen 5 (Treffurt)

Die gemischten Teams der Ersthelfer bis 16 Jahre behaupteten sich erfolgreich beim Landeswettkampf in Schmölln. So wurden sie unter anderem vor die Aufgabe gestellt, richtig bei einem Verkehrsunfall einer verletzten Mutter und ihrem Kind unter realistischen Bedingungen einer Unfallsituation zu helfen. Der Praxistest beinhaltete sowohl die medizinisch korrekte Hilfe als auch die mentale Betreuung der aufgebrachten Mutter.

1. Platz: 
Saalfeld-Südthüringen 7

2. Platz:
Südharz-Burgenlandkreis 5

3. Platz:
Ostthüringen 1

Die gemischten Teams der Ersthelfer von morgen im Alter bis zu 12 Jahren behaupteten sich erfolgreich beim Landeswettkampf in Schmölln. Neben einem Kreativtest und theoretischen Test wurden sie vor die Aufgabe gestellt, richtig bei Nasenbluten und einer Schnittwunde, wie sie bei einer Rangelei auf dem Schulhof schnell passiert, zu reagieren.

1. Platz: 
Westthüringen 7 (Creuzburg)

2. Platz:
Westthüringen 6 (Gotha)

3. Platz:
Magdeburg/Altmark/Börde/Harz 8

Die Teams der Erzieherinnen behaupteten sich erfolgreich beim Landeswettkampf in Schmölln. Eine für Erzieher alltäglich aufkommende Situation eines Ausfluges mit Kindern in der Natur war Gegenstand des Praxistests. Wie aber erkennt ein Erzieher rechtzeitig, dass ein Kind unbemerkt giftige Beeren zu sich genommen hat und wie muss man richtig bei einer Vergiftung reagieren - das war die praktische Aufgabe, vor die die Mannschaften der Erzieher der Johanniter gestellt wurden. 

1. Platz: 
Saalfeld-Südthüringen 4

2. Platz:
Magdeburg/Altmark/Börde/Harz 3

3. Platz:
Magdeburg/Altmark/Börde/Harz 4

Die Teams der Rettungssanitäter und Rettungsassistenten behaupteten sich erfolgreich beim Landeswettkampf in Schmölln. Der praktische Test fand direkt am Rathaus statt. Beim Sturz eines Handwerkers bei Arbeiten an der Außenfassade des Rathauses setzte die Feuerwehr die Drehleiter ein und die Mitarbeiter des Rettungsdienstes waren bei dem realitätsnah nachgestellten Arbeitsunfall gefordert schnell und korrekt die medizinische Erstversorgung bis zum Krankenhaus sicherzustellen.

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