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„Eine Krise ist der Verlust des psychischen Gleichgewichtes mit dem Versagen der gewohnten Bewältigungsmechanismen.“
Das KIT sollte gerufen werden, wenn Betroffene akute psychische Symptome zeigen: Sie empfinden in der Regel Betäubung, Angst, Verzweiflung, Ohnmacht; zeigen akute Stress-Symptome wie z. B. Zittern, „Fahrigkeit“, sie „stehen neben sich“ und nehmen ihr Umfeld nur eingeschränkt und diffus wahr. Sie haben Mühe, das Geschehen chronologisch zu ordnen.
Manchmal zeigen sich Menschen in dieser Situation auch sehr still, andere wiederum handeln nicht mehr rational.
Achten Sie auch auf Personen, die auf den ersten Blick „unauffällig“ wirken und äußerlich keine starken Emotionen zeigen — oftmals ist der Betreuungsbedarf bei ihnen besonders groß! Denken Sie dabei auch an indirekt Betroffene, z.B. Augenzeugen, unverletzt Beteiligte oder Angehörige — auch diejenigen, die erst noch verständigt werden müssen.
Teilen Sie die vermutliche Anzahl der Personen bitte frühzeitig, idealerweise bei der Alarmierung, mit.
Schwere akute psychische Symptome und Störungen (z.B. konkrete suizidale Äußerungen) mit Eigen- und Fremdgefährdung erfordern hingegen eine sofortige Einweisung durch einen Arzt in eine geeignete Klinik! Psychiatrische Patienten werden nicht betreut!