Johanniter Luftrettung in Hessen besonders erfolgreich

Reichelsheim/Gießen, 23. Februar 2018

Die fünf Helikopter der Johanniter Luftrettung haben im vergangenen Jahr über 2.700 Einsätze absolviert, weit über die Hälfte davon flogen die beiden Maschinen, die in Hessen stationiert sind. Spitzenreiter: Der Hubschrauber „Christoph Gießen“, den die Johanniter in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg betreiben. Er hob 987 Mal ab und steht sogar nachts bereit – eine Besonderheit in der deutschen Luftrettung. „Christoph Mittelhessen“, mit seiner Basis am Flugplatz in Reichelsheim (Wetterau), übernahm 689 Einsätze.


Den Großteil der Transporte flogen die Luftretter, um schwer kranke Patienten aus einem lokalen Krankenhaus in ein medizinisches Hochleistungszentrum zu bringen. „Die Bedeutung dieser Intensivverlegungen zeigt, dass sich unser Konzept bewährt, auf besonders geräumige Helikopter zu setzen, die Platz für komplexe medizinische Geräte bieten. Wir können problemlos Herz-Lungen-Maschinen an Bord nehmen oder infektiöse Patienten fachgerecht isolieren“, erläutert Günther Lohre, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter Luftrettung. „Auch Frühgeborene im Inkubator fliegen wir zur bestmöglichen Versorgung.


Auf solche „Sekundäreinsätze“ hat sich die Johanniter Luftrettung spezialisiert. Benötigen die lokalen Rettungsdienste Unterstützung, starten „Christoph Gießen“ und „Christoph Mittelhessen“ jedoch auch zu „Primäreinsätzen“. Das heißt die jeweiligen Rettungsleitstellen alarmieren einen Hubschrauber der Johanniter beispielsweise zu einem Unfall oder einem Herzinfarkt, vergleichbar einem Notarzt-Einsatzfahrzeug.