Aufgabengebiete

Die Hauptaufgabe des Luftrettungssystems der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist der Transport von intensivmedizinisch versorgten Patienten, die von Klinik zu Klinik unter unveränderter Fortführung der Therapie verlegt werden müssen. Diese Aufgabe erfordert nicht nur besonders ausgebildetes Personal, sondern auch eine spezielle medizinisch-technische Ausrüstung sowie ausgewählte Standorte. Ausstattung und Besatzung der Johanniter Luftrettung erfüllen die heute geforderte Hochleistungsmedizin. Im Bedarfsfall kommen die Maschinen auch als Rettungshubschrauber bei Verkehrsunfällen, Arbeitsunfällen oder aber internistischen oder neurologischen Erkrankungen zum Einsatz – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag.

Spezialisierung der Kliniken erfordert immer mehr Patiententransporte

Bedingt durch die Krankenhausreform und die zunehmende Spezialisierung der Kliniken, wird die Zahl der Patiententransporte unter intensivmedizinischer Betreuung stetig ansteigen. Hierzu zählen Verlegungen aus Kliniken der Grund- und Regelversorgung in Kliniken mit höchster Versorgungsstufe ebenso wie die Verlegung von Patienten mit spezieller Medizintechnik oder besonderen Behandlungsmethoden.

Auch die vermehrt entstehenden Klinikverbünde und der Abbau der Liegezeiten bzw. der Verweildauer der Patienten, erhöhen den Bedarf an arztbegleiteten Patiententransporten. Für innerbetriebliche Krankentransporte ist der klassische Rettungsdienst jedoch nicht zuständig. In diesen Fällen steht die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. mit boden- und luftgebundenen Transportmöglichkeiten als verlässlicher Partner zur Verfügung.

Der Faktor Zeit spielt in diesen Fällen eine große Rolle, ebenso wie ein möglichst schonender Transport. Der luftgebundene Transport ist aufgrund seiner Zeitersparnis ein sehr effizientes Mittel für den interhospitalen Patiententransport. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Intensivtransporte per ITH oder Ambulanzflugzeug selbst für narkotisierte Patienten weniger belastend sind.