Größte Evakuierungsaktion der Nachkriegszeit

Frankfurt am Main, 03. September 2017

Foto: Johanniter
Evakuierungsmaßnahmen nach Bombenfund

Die Johanniter bedanken sich bei den zahlreichen Helfern

Das erste Septemberwochenende 2017 war eine besondere Herausforderung für die Stadt Frankfurt am Main und den Regionalverband Rhein-Main. Wir haben ein Evakuierungsgeschehen in noch nie da gewesenem Ausmaß über viele Stunden durchführen müssen. Die Stadt war für mehrere Stunden nahezu gelähmt.

Durch die Unterstützung der über 140 Helfer konnte die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. einen sehr positiven und leistungsstarken Eindruck hinterlassen und den Menschen unmittelbar helfen. Frankfurt und der Regionalverband Rhein Main sagen für den Einsatz und das Engagement herzlich DANKE!

Zum Hintergrund: Am Dienstag, den 29. August 2017, wurde bei Bauarbeiten in der Wismarer Straße im Frankfurter Westend eine Fliegerbombe gefunden. Für die Entschärfung der Bombe wurde der Fundort im Umkreis von 1,5 Kilometern evakuiert. Neben der Bundesbank, Universitäten, Kitas und Schulen mussten auch 2 Krankenhäuser und 10 Altenheime evakuiert werden. Insgesamt waren etwa 60 000 Menschen betroffen. Für die Evakuierung waren zahlreiche ehren- und hauptamtliche Helfer seit den frühen Morgenstunden des 2. Septembers mit zusätzlichen Rettungsmitteln und mit den von den Johannitern im Katastrophenschutz gestellten Einheiten in Frankfurt im Großeinsatz.

Die 1,8 Tonnen schwere Bombe wurde am Abend des 3. Septembers erfolgreich durch die Sprengmeister entschärft, erst danach konnten die vielen betroffenen Bewohner und Patienten zurück in die Wohnungen und Einrichtungen transportiert werden.

Der Regionalverband Rhein-Main stellte zwei Betreuungszüge, eine Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Transport sowie die Einsatzleitung für eine Betreuungsstelle in der Frankfurter Messe. Dort wurde eine Notunterkunft für 7.000 Personen eingerichtet und betrieben. Auch den Fachberater Betreuung als Abschnittsleiter im Führungsstab stellten die Johanniter über vier Tage.

Am Tag der Evakuierung kamen zudem viele SEG Transport und mehrere Betreuungszügeaus ganz Hessen sowie befreundete Helfer aus Bayern zum Einsatz. So waren dieRV Hessen West, Darmstadt-Dieburg, Hanau & Main-Kinzig, Offenbach, Kurhessen undMittelhessen in die Evakuierung eingebunden. Durch zwei zusätzliche ITW, zwei RTW,einen NEF und vier KTW des RV Rhein-Main konnte die Evakuierung zweier Krankenhäuserund die anschließende Rückführung der Patienten unterstützt werden.

Mehr Informationen zur ehrenamtlichen Arbeit bei den Johannitern im Regionalverband Rhein-Main erhalten Sie hier und unter der Servicenummer 069-366006-600.