Größter Einsatz in der Geschichte der Johanniter-Unfall-Hilfe

Hanau, 29. Mai 2017

Mehr als 2.300 ehrenamtliche Johanniter mit insgesamt 75.000 Helferstunden beim Kirchentag im Einsatz

Berlin/Wittenberg n Für die Johanniter waren der 36. Evangelische Kirchentag, der Festgottesdienst in Wittenberg und die parallel stattgefundenen „Kirchentage auf dem Weg“ eine organisatorische und logistische Meisterleistung: Mehr als 2.300 Johanniter-Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet waren vom 24. bis 28. Mai an den Hauptveranstaltungsorten Berlin und Wittenberg im Einsatz und sicherten zudem auch die zahlreichen Veranstaltungen des „Kirchentages auf dem Weg“ in Dessau-Roßlau, Erfurt, Halle/Eisleben, Jena/Weimar, Leipzig und Magdeburg ab.

Insgesamt leisteten die Johanniter in Berlin und Wittenberg rund 1.400 Hilfeleistungen und sorgten erfolgreich für das Wohl der Gäste – im Sanitätsdienst, in den Fahr- und Begleitdiensten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und in der Kinderbetreuung.

Damit ist der größte Einsatz in der 65-jährigen Geschichte der Hilfsorganisation erfolgreich abgeschlossen. „Wir freuen uns, dass es ein friedlicher und inspirierender Kirchentag für alle Besucher wurde und es keine ernsteren Zwischenfälle gab“ resümiert Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe, den gesamten Veranstaltungszeitraum.

Auch für die 12 Helfer aus dem Verband Hanau & Main-Kinzig, die in Berlin und Wittenberg im Einsatz waren, war das Großereignis ein ganz besonderes Erlebnis. Sie betreuten die Unfallhilfsstelle auf vielen unterschiedlichen Plätzen in Berlin und den Abschlussgottesdienst in Wittenberg. Steffen Schröder, Rettungssanitäter aus dem RV Hanau & Main-Kinzig erzählt: „Bei so vielen Besuchern hatten wir natürlich alle Hände voll zu tun. Glücklicherweise mussten wir in den meisten Fällen aber nur kleinere Verletzungen, Kreislaufprobleme und andere Erschöpfungssymptome behandeln.“

In Berlin setzten die Johanniter 1.300 Helfer ein, die im gesamten Stadtgebiet und auf dem Messegelände stationiert waren. 643 Hilfeleistungen und 158 Transporte in Krankenhäuser wurden notwendig. Insgesamt wurden rund 51.300 Helferstunden erbracht.

Zusätzlich waren 100 Helfer mit 50 Fahrzeugen in Berlin unterwegs, um Teilnehmende mit Mobilitätseinschränkungen einen möglichst reibungslosen Kirchentagsbesuch zu ermöglichen. 921 Kirchentagsbesucher wurden transportiert. Die Fahrzeuge legten dafür 11.045 gefahrene Kilometer zurück.

Auch 330 Mitglieder der Johanniter-Jugend waren im Einsatz. Schon seit 1989 engagiert sich die Johanniter-Jugend beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Junge Menschen aus Deutschland kommen zusammen und übernehmen die Begleitdienste für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen wie auch die Kinderbetreuung.

Allein zum Festgottesdienst in Wittenberg am Sonntag waren bis zu 750 Johanniter im Einsatz. An 22 Stellen in und um Wittenberg waren die Johanniter für die Kirchentagsbesucher erster Ansprechpartner rund um die Erste Hilfe. Auf den Elbwiesen vor den Toren Wittenbergs wurde dafür eine komplette Infrastruktur aufgebaut. Bei sommerlichen Höchsttemperaturen versorgten die Johanniter 715 Besucher an ihren Unfallhilfsstellen. 75 Patienten wurden zur Weiterbehandlung in die Krankenhäuser der Region übergeben oder in das Rettungszentrum der Bundeswehr gebracht.

Thorsten Ernst, Gesamteinsatzleiter der Johanniter für Wittenberg, resümierte am Abend: „Unser Einsatz war eine große Herausforderung: Diese haben wir erfolgreich gemeistert.“

Gregor Schmidt ergänzt: „Auch für uns war der Kirchentag ein spannender Einsatz. Und gleichzeitig  sind solche Großereignisse immer ein fröhliches Wiedersehen mit all den Johannitern aus ganz Deutschland. Viele Freundschaften sind schon so entstanden.“

Parallel zum Kirchentag mit den Hauptveranstaltungsorten Berlin und Wittenberg waren über 350 Helfer bei den Kirchentagen auf dem Weg im Einsatz. In Dessau-Roßlau, Erfurt, Halle/Eisleben, Jena/Weimar, Leipzig und Magdeburg sorgten die Johanniter mit rund 4.450 Einsatzstunden für die sanitätsdienstliche Absicherung.

Der evangelische Kirchentag findet alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr wurde zusätzlich 500-jähriges Reformationsjubiläum gefeiert. Vom 24. bis 28. Mai fanden daher Veranstaltungen in Berlin und Wittenberg statt. Eine weitere Veranstaltungsreihe waren die Kirchentage auf dem Weg: sechs „kleine Kirchentage“ vom 25. bis 27. Mai an den sechs Standorten Dessau-Roßlau, Erfurt, Halle/Eisleben, Jena/Weimar, Leipzig und Magdeburg. Am 28. Mai trafen sich dann alle Teilnehmer aus Berlin und den sechs Orten zum gemeinsamen Festgottesdienst in Wittenberg.