Rote Karte für Zecken

Hanau, 18. April 2018

Rote Karte für Zecken

„Mit steigenden Temperaturen beginnt jetzt die Hochsaison der kleinen Parasiten, die sich von Blut ernähren. Ist die Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann ein Stich gefährlich werden“, warnt Holzschuh. Praktisches Hilfsmittel zum sicheren Entfernen des Übeltäters ist die Zeckenkarte der Johanniter im praktischen Scheckkartenformat. Sie enthält neben einer Lupe zum sorgfältigen Absuchen Einkerbungen, mit denen man die Zecke gut fassen und sicher entfernen kann.

Für den Notfall sind nun auch die Mitarbeiter der Firma Odenwäller gewappnet. Sie hatten im Rahmen eines Gesundheitstages Informationen zu sieben speziell im Landschaftsbau relevanten Themen rund um das Thema Gesundheit und Arbeitsschutz erhalten. In Kooperation mit der Techniker Krankenkasse, dem Betriebsarzt Dr. Nadansky aus Oberursel, der Freiwilligen Feuerwehr sowie ortsansässigen Partnern wie der Rathaus-Apotheke in Roßdorf sowie der Physiotherapie-Praxis PhyMaGo Janssen aus Bruchköbel wurden die Mitarbeiter in unterschiedlichen Stationen zu den Themen Ernährung, Sport, Suchtprävention, Schutz vor Infektionskrankheiten, Haut-, Brand- und Lärmschutz informiert und geschult. Unter anderem ging es dabei auch um das Thema Zecken.

Ab etwa 10 Grad Celsius werden Zecken munter und warten auf Wiesen und in Wäldern hungrig auf vorbeikommende Wirte. Dann lassen sie sich auf der Haut nieder und verkriechen sich zum Festschmaus bevorzugt in Körperregionen wie Kniekehlen, Leistenbeugen, Achselhöhlen oder am Haaransatz. Zecken gibt es seit 350 Millionen Jahren und sie haben vor allem eine Eigenschaft: Sie sind zäh und überleben sogar eine Waschmaschinenrunde bei 40 Grad Celsius und 1000 Schleuderumdrehungen.

Festes Schuhwerk, Körper bedeckende und enganliegende Kleidung wirken vorbeugend, ebenso wie das Auftragen eines zeckenabweisenden Hautschutzmittels. Gegen die Infektionskrankheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann man sich auch impfen lassen. „Wichtigste Maßnahme ist das gründliche Absuchen nach einem Aufenthalt im Freien“, erklärt Holzschuh. „Wenn Zecken innerhalb von zwölf Stunden nach einem Stich richtig entfernt werden, ist das Infektionsrisiko gering. Dabei soll die Zecke so nah wie möglich an der Haut gefasst, gelockert und langsam nach oben herausgezogen werden“, erläutert er. Ganz wichtig: „Bleibt ein Teil der Zecke in der Haut zurück oder entzündet sich die Einstichstelle, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden“, warnt Holzschuh.

Die Zeckenkarte der Johanniter ist in der Geschäftsstelle des Regionalverbandes Hanau & Main-Kinzig, Friedberger Straße 9, 63452 Hanau, erhältlich.