Tag des Ehrenamtes - Portrait von Lasse Matern

Hanau, 04. Januar 2018

Tag des Ehrenamtes - Portrait von Lasse Matern

Mehr als 14 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Laut einer Erhebung des IfD Allensbach wenden die meisten von ihnen bis zu fünf Stunden ihrer Freizeit in der Woche dafür auf. Allein bei der Johanniter-Unfall-Hilfe sind knapp 36.000 ehrenamtliche Helfer aktiv. Sie engagieren sich zum Beispiel im Bevölkerungsschutz, im Sanitätsdienst, im Hospizdienst, in der Seniorenbetreuung, in der Flüchtlingshilfe in den Rettungshundestaffeln und in der Erste-Hilfe-Ausbildung. Im Regionalverband Hanau & Main-Kinzig sind 139 Ehrenamtliche aktiv. „Sie alle leisten tagtäglich wertvolle Arbeit – freiwillig und unentgeltlich. Das kann man gar nicht oft genug würdigen“, meint Regionalvorstand Sven Holzschuh.

In einer losen Serie erzählen ehrenamtliche Helfer aus dem RV Hanau & Main-Kinzig, was sie motiviert, sich für die Gesellschaft im Namen der Johanniter-Unfall-Hilfe einzusetzen. Heute erzählt Lasse Matern, wie er zur JUH kam und was ihn antreibt, sich in der Freizeit für hilfsbedürftige Menschen zu engagieren.

„Ich heiße Lasse Matern, und ich werde Anfang nächsten Jahres 17 Jahre alt. Am Ende der achten Klasse habe ich mit 14 Jahren in der Projektwoche unserer Schule einen Erste-Hilfe-Kurs besuchte, welcher schon damals von der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) gehalten wurde. Durch den Kurs wurde mein Interesse geweckt, und ich bin dem Schulsanitätsdienst (SSD) beigetreten. Die JUH betreut bis heute den SSD an der Hohen Landesschule. Durch die regelmäßigen Treffen für Ausbildung/Weiterbildung/Organisatorisches entstand eine konstante Verbindung zur JUH. Nach abgeschlossener Schulsanitäterausbildung haben fast alle Mitglieder des damaligen SSD einen Sanitäterkurs mit Grundausbildung besucht. Genau diese Ausbildung war für mich und einige andere aus dem Kurs der Einstieg in das Ehrenamt der JUH. Nach bestandener Prüfung nahm ich an den regelmäßigen Treffen und bald auch schon an meinem ersten Sanitätsdient.

Ich habe immer mehr Spaß am Ehrenamt bekommen und wurde bei den Sanitätsdiensten immer selbstständiger. Was ich ziemlich schnell bemerkte, war, dass Ehrenamt keine zusätzliche unbezahlte Arbeit ist, sondern, dass man sich in einer Gruppe zusammen für andere und für einander einsetzt und sich gegenseitig hilft.

Besonders gut bei der JUH gefällt mir, dass man damals und auch heute eben nicht als zu jung oder „Das kannst du noch nicht" abgestempelt wurde, sondern dass man integriert wurde und auch selber viel machen konnte. Dabei wurde aber auch immer aufeinander Rücksicht genommen, und die Verantwortlichen haben geguckt, dass es auch den einzelnen Mitgliedern gut geht. Und wenn dies nicht der Fall war, wurde einem irgendwie geholfen. Also: Alle für einen - und einer für alle.

In meiner Zeit bei der JUH habe ich somit durch die Unterstützung von anderen und durch eigene Arbeit schon viele tolle Events miterleben dürfen (wie zum Beispiel viele tolle Konzerte im Amphitheater, Faschingsumzüge und als bisheriges Highlight den evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin) und konnte dabei Menschen helfen und hatte vor allem Spaß. Denn das ist es, weshalb ich mich ehrenamtlich engagiere - weil ich anderen helfe kann und das auch noch Spaß macht. Da gibt es für mich gar keine Frage ob man mitmachen soll oder nicht!“