Auf die richtige Würze kommt es an

Um unsere Hundeteams optimal ausbilden zu können, sind wir stets bemüht, unsere Teams in wechselnden Suchgebieten (sowohl in der Fläche, als auch in den Trümmern) trainieren zu lassen. 
In Einsatzübungen, die fester Bestandteil der Ausbildung sind, haben die Hundeteams die Möglichkeit, den Ernstfall unter realistischen Bedingungen zu proben.
Auf Fortbildungsveranstaltungen wird das Können von Hund und Hundeführer auf den neuesten Stand gebracht und gefestigt.
Die Ausbildung umfasst die beiden großen Bereiche der Flächen- und Trümmersuche.
In unserer Staffel arbeiten wir mit den Anzeigearten „Verbellen" und „Freiverweisen".
Unsere Hunde werden in der Hochwindsuche ausgebildet, d.h., sie arbeiten ohne Hilfsmittel, wie Fährte oder Gegenstände.
Ein Hund unserer Staffel wurde bereits erfolgreich im Bereich „Mantrailing" ausgebildet, d.h., er folgt dem menschlichen Individualgeruch der vermissten Person. Dazu benötigt er einen entsprechenden Geruchsträger (Kleidung, Schlüssel, Kugelschreiber, ...).

Hund

Aufbau des Geruchsbildes „lebende Person"
Der Hund lernt ausschließlich nach dem Geruchsbild lebender Personen zu suchen und diese anzuzeigen. Verleitungen, wie z.B. Lebensmittel, Wild, Wäsche, ... hat er unbedingt zu ignorieren.

Gehorsam/Unterordnung
Der Rettungshund muss stets in der Hand des Hundeführers stehen, ohne dabei seine Selbstständigkeit zu verlieren. Die Mindestanforderungen an die Unterordnung orientieren sich am Schema der Begleithundeprüfung. Hinzukommen zielgerichtetes Schicken (Detachieren, Freies Voraus, Umrunden von Zielen) und diverse zusätzliche Richtungskommandos, wie z.B. Rauf, Runter, Rechts, Links, Kriech, Kehrt und Hopp.

Geschicklichkeit und Gewandtheit
Die Gerätearbeit bildet die Grundlage für die Stärkung des Gleichgewichtes und sicheres Bewegen auf Trümmern.

Toleranz von Lärm und Rauch
Durch vorsichtiges Heranführen an Feuer und verschiedene Geräuschkulissen lernt der Hund, sich bei seiner Arbeit nicht negativ beeinflussen zu lassen.

Kontinuierliche Festigung der Opferbindung
Der einsatzfähige Rettungshund darf die vermisste Person bis zum Eintreffen des Hundeführers keinesfalls verlassen.

Aufbau der Anzeige
Nach individueller Eignung des Hundes wird entschieden, welche Anzeigeart der Hund anbietet. In kleinen Schritten wird die Anzeige gefestigt.

Steigerung der physischen und psychischen Suchkondition
Suchstrecke und Schwierigkeitsgrad wird kontinuierlich gesteigert.

Wechselnde Anzeigesituationen
Da die Haltungen/Positionen von vermissten Personen variieren können, muss der Hund auf alle Eventualitäten des Einsatzes vorbereitet werden: liegende/sitzende/stehende... Personen, abwehrend/streichelnd/schreiend ..., hoch/tief/offen/verdeckt liegend.                           

Hundeführer

  • Einsatztaktiken in Trümmern und Fläche
  • Sanitätshelfer-Ausbildung
  • BOS-Funklehrgang
  • Karten-/Kompasskunde
  • Erste Hilfe am Hund
  • Kynologie (Abstammung und Verhalten des Hundes)
  • Sicherheitsfahrtraining
  • Mot-Marsch-Regeln
  • Hundeanatomie und -physiologie/Krankheiten des Hundes
  • Schulung über Besonderheiten psychisch und physisch Kranker
  • Erdbebenkunde/Gebäudestatik
  • Wetterkunde/Thermik

Ihr Ansprechpartner Rico Merker

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V
Regionalverband Mittelhessen
Carl-Benz-Straße 4-6
35440 Linden