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Seit dem 15. Mai 2010 gibt es ein weiteres Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche. Nachdem die Leiterin Rachel Korsch erfolgreich das Projekt in Frankfurt aufgebaut hat, übernimmt sie nun den Aufbau und die Leitung für den Johanniter Regionalverband Darmstadt-Dieburg.
Lacrima (ital. Träne) möchte Kindern und Jugendlichen die einen Elternteil, Geschwisterkinder oder Großeltern durch Tod verloren haben, bei der Verarbeitung von Trauer helfen. Die Johanniter möchten ihnen zudem eine geschützte und vertrauensvolle Umgebung bieten, in der sie ihren ganz persönlichen Weg der Trauer beschreiten können. Sie erhalten die Möglichkeit mit anderen Kindern zu trauern und lernen, dass Trauer etwas Natürliches ist.
Kinder und Jugendliche trauern anders. Sie springen in ihre Trauer hinein und im nächsten Moment wieder heraus. Oft können sie ihre Gefühle nicht mit Worten benennen, so dass es viele verschiedene Arten gibt, der Trauer Ausdruck zu verleihen. Ob durch kreative Einheiten, wie malen und basteln oder durch Toben, Schreien und sich in die Stille zurückzuziehen. All diese Möglichkeiten bietet Lacrima.
Die Trauerbegleitung wird zukünftig in einem Kindergarten der Johanniter stattfinden. Die Treffen sind 14-tägig und in Gruppen mit max. 12 Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren. Die Teilnahme ist für Betroffene kostenfrei.
Da diese Arbeit ein rein karitativer Dienst der Johanniter ist und sich durch Spenden und Sponsoren finanziert, ist Lacrima auf jede Unterstützung angewiesen.
Auch für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen suchen die Johanniter im Regionalverband Darmstadt- Dieburg noch ehrenamtlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Interessenten werden in einer intensiven Schulung, nach dem Lacrima-Konzept auf ihre Arbeit als Begleiter, im Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche vorbereitet.
Interessierte können sich bei der Leiterin Rachel Korsch melden unter Tel.: 06155- 60 00 25 oder per Email: rachel.korsch@juh-hrs.de