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Nach der anfänglichen Zurückhaltung vieler Menschen, die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan finanziell zu unterstützen, konnten die Johanniter in den letzten Tagen einen deutlichen Zuwachs an Spendeneingängen verzeichnen. Binnen einer Woche stieg der Spendenstand von 200.000 auf drei Millionen Euro.
Mit den zusätzlichen Mitteln können wir unsere Hilfsprojekte für die Flutopfer ausweiten und bereits jetzt mit Planungen für die Phase des Wiederaufbaus beginnen", berichtet Jens Schwalb, der den Einsatz der Johanniter-Auslandshilfe in Pakistan koordiniert. Zusätzliche Helfer werden jetzt auch in die Provinzen Sindh und Punjab entsandt.
Zusätzlich zur intensiven medizinischen Versorgung in den Distrikten Charsadda und Peshawar im Nordwesten des Landes verstärken die Johanniter ihre Hilfsleistungen in der Provinz Barkhan in Belutschistan. Hier werden in den nächsten Tagen Wasserreinigungstabletten, Wasserbehälter, Hygieneartikel, Küchenutensilien, Moskitonetze Schlafmatten, Kocher, Lampen und Kleidung verteilt. Diese Hilfsgüter werden größtenteils mit Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert.
Die Johanniter unterstützen gegenwärtig 24 Gesundheitsstationen in den Regionen Kohat und Charsadda sowie in Belutschistan. Sie unterhalten außerdem in Peshawar zwei medizinische Camps. In beiden werden täglich rund 1000 Patienten versorgt. Die meisten leiden an Durchfall, Atemwegs- und Hauterkrankungen sowie Fieber. Gemeinsam mit Helfern der Weltgesundheitsorganisation WHO achten sie besonders auf Anzeichen von Cholera.
Hilfe ist weiterhin dringend nötig.
Die Flutkatastrophe in Pakistan hält an. 20 Prozent des Landes sind inzwischen überschwemmt. Nach offiziellen Zahlen der Vereinten Nationen sind rund 15,4 Millionen Menschen betroffen. Das Wasser hat Häuser und Dörfer vernichtet, Ackerflächen verwüstet, die Infrastruktur zerstört. Vielen ist nichts mehr geblieben. Rund 1500 Tote hat die Katastrophe bisher gefordert, 2000 Menschen wurden verletzt.
Medizinische Soforthilfe hatten die Johanniter zuletzt auch nach dem schweren Erdbeben in der pakistanischen Provinz Belutschistan im Oktober 2008 geleistet.
Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes, der Weltgesundheitsorganisation WHO und anderer Partner werden die Johanniter ihren Einsatz in Pakistan mindestens bis Ende Januar 2011 fortsetzen.
Für ihre Hilfe in Pakistan sind die Johanniter auch auf Spenden angewiesen:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Konto Nr. 88 88
Stichwort "Flut Pakistan"
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Wer helfen möchte, kann den Einsatz der Johanniter in Pakistan unter www.johanniter-helfen.de unterstützen.