Notfallseelsorge und Krisenintervention

JUH Weimar - Weimar, 13. Januar 2010

26 mal Erste Hilfe für verwundete Seelen

Ehrenamtliche des Notfallseelsorge-/Kriseninterventionsteams der Johanniter waren im vergangenen Jahr 26 Mal in Weimar und Umgebung im Einsatz. So begleiteten sie die Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten und betreuten in 19 Fällen Angehörige, Hinterbliebene oder Betroffene nach Unfällen, einem Suizid oder nach erfolgloser Reanimation. Fast die Hälfte der Einsätze erfolgte in den Monaten Januar bis März 2009.

 

 

Das Notfallseelsorge-/Kriseninterventionsteam (NFS/KIT) wird in der Regel über die Rettungsleitstellen, die Polizeiinspektion oder den Rettungsdienst angefordert, war aber beispielsweise auch zur Nachbetreuung von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Der Dienst versteht sich als Angebot an Angehörige, Hinterbliebene und Betroffene unmittelbar nach einem Unglück. „Wir leisten so etwas wie Erste Hilfe für die verwundeten Seelen“, so Koordinator Michael Kuhn über die Arbeit der Notfallseelsorger. Die Ehrenamtlichen stehen in den ersten Stunden als Gesprächspartner zur Verfügung und vermitteln bei Bedarf auch Hilfen zur Trauerbewältigung oder Kontakte zu Selbsthilfegruppen.

 

 

Die Johanniter sind Träger der Notfallseelsorge in der Stadt Weimar und organisieren mit ihren derzeit 20 Ehrenamtlichen eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Neben Weimarer Pfarrern der beiden christlichen Konfessionen gehören auch Vertreter anderer Berufsgruppen zum NFS/KIT. Die Koordinierung der Arbeit erfolgt seit Jahresanfang von der Beratungsstelle am Kegelplatz 5 aus. Hier befinden sich auch die Krebsberatungsstelle sowie der Ambulante Besuchs- und Hospizdienst der Johanniter.