Zusammenhalt durch Teilhabe

Verantwortung gestalten, Demokratie stärken

Was heißt „Zusammenhalt durch Teilhabe“?

Mit dem Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Ziel dieser Initiative ist es, eine selbstbewusste, lebendige und demokratische Gemeinwesenkultur zu unterstützen, in der extremistische und verfassungsfeindliche Strömungen keinen Platz finden.
Das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ fördert deshalb bürgerschaftliches Engagement, kommunale Kooperationsprojekte und demokratische Praxis in Vereinen und Verbänden. Der Landesverband Sachsen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. wird im Rahmen des Programmbereiches 1 A gefördert, d.h. „Auf- und Ausbau von Handlungskompetenzen zur Stärkung demokratischer Praxis im Bereich der Vereins- und Verbandsarbeit“

Weitere Informationen: www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de 

Wie setzen die Johanniter das Programm um?

Das Johanniter-Projekt trägt den Untertitel „Verantwortung gestalten, Demokratie stärken“ und setzt sich sowohl für die Stärkung der hauptamtlich als auch der ehrenamtlich Mitwirkenden ein. Diese sind nicht einfach „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sondern vor allem couragierte und engagierte Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft.
Ihnen werden im Rahmen des Projektes Schulungs- und Beratungsangebote sowie Veranstaltungen als Plattform zum Mitgestalten unterbreitet. Auf diese Weise werden sie informiert, gebildet und gestärkt und sie erleben demokratische Mitwirkungsprozesse innerhalb und außerhalb der Organisation als Bereicherung.

Kolleginnen und Kollegen, die Angebote im Rahmen des Projektes besucht haben, sind ideale Multiplikatoren, um ein weltoffenes und tolerantes Bewusstsein in ihre Wirkungskreise einzubringen. Sie sind bestärkt, sich für ein gleichwertiges und gewaltfreies Zusammenleben einzusetzen und gegenläufigen Tendenzen entschlossen entgegenzutreten und damit ihre Umwelt auch in Sinne des Leitbildes der Johanniter positiv zu beeinflussen.

In den letzten Projektphasen lag der Fokus auf der Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern zu „Netzwerker*innen“. Sie wurden in der Prävention von Konflikten, Mobbing und extremistischen Tendenzen fortgebildet. Ihre Aufgabe ist es, Ansprechperson für Kollgen*innen zu sein, Konflikte zu erkennen und dafür Beratung und Hilfestellung anzubieten oder zu vermitteln.

Aktuell wird daran gearbeitet, das Beratungsangebot fest in den Verbandsstrukturen zu verankern und in der Fläche noch bekannter zu machen. Organisations- und Personalentwicklung wird als Fachbereich installiert und ermöglicht sowohl die Bündelung des Beratungsbedarfs innerhalb des Verbandes als auch den Einsatz passgenauer Instrumente, um diesen zu decken. Die aktiven „Netzwerker*innen“ finden hier Anlaufstelle und fachliche Unterstützung.

Veranstaltungs- und Seminarprogramm

Die angebotenen Seminare, Workshops und Veranstaltungen orientieren sich an den aktuellen gesellschaftlichen Problemen und Herausforderungen: Zunehmende Gewalt im Einsatzdienst, fremdenfeindliche Haltungen sowie Mobbing und Ausgrenzung sind einige Themen, die aufgegriffen werden. Weitere Ausbildungsreihen zum/r „Netzwerker*in“ werden in 2018/19 angeboten.

Die Seminare richten sich an alle interessierten Helfer *innen und Mitarbeiter*innen.

Die Teilnahmebeiträge sowie Fahrt-und Übernachtungskosten werden über das Projekt gedeckt. Interessierte können sich hier anmelden.

Veranstaltungen wie "Ehrenamt im Dialog" oder der Kita-Fachtag bestärken die Teilnehmenden, sich einzumischen und bei der Gestaltung des eigenen Verbandes mitzuwirken. Darüber hinaus erleben sie in diesen Formaten das WIR-Gefühl als Johanniter sowie Bestätigung und Wertschätzung für die Arbeit, die sie haupt- und ehrenamtlich leisten.

 

 

Beratungsangebot

Bei Konflikten, die aufgrund fremdenfeindlicher und undemokratischer Verhaltensweisen entstehen, können sich Ratsuchende direkt an die Netzwerker*innen, oder auch an das Projektteam in der Landesgeschäftsstelle wenden.

Im Rahmen des Programms werden einige Erhebungen zum Beratungsbedarf der Kolleg*innen in Haupt- und Ehrenamt durchgeführt. Da sich daraus neue Angebote entwickeln, sind Sie herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen!
Das Projekt „Verantwortung gestalten, Demokratie stärken“ wird bis Ende 2019 durch das Bundesinnenministerium gefördert.

Beratungsbedarf senden Sie gern an das Projektteam unter folgender Email-Adresse:
hilfe-fuer-helfer@johanniter.de

Ihr Ansprechpartner Ute Kloß

Gerichtsweg 28
04103 Leipzig

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Ihr Ansprechpartner Anja Hadler

Gerichtsweg 28
04103 Leipzig

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